Kriminalität in MV : 600.000 Euro Schaden durch Enkeltrick

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Die Polizei verzeichnet 2017 eine Zunahme der sogenannten Enkeltrick-Betrügereien.

nnn.de von
02. Januar 2018, 12:00 Uhr

Die Polizei hat 2017 im Nordosten deutlich mehr Fälle von sogenannten Enkeltrick-Betrug verzeichnet. Auch die Schadenssumme ist nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) gestiegen. Demnach wurden im Jahr 2015 knapp 300 versuchte und vollendete Trickbetrügereien gegen ältere Menschen angezeigt. Im Jahr darauf seien es 500 Fälle und 2017 bis Ende November 936 gewesen. Die Schadenssumme stieg laut LKA von 276 610 Euro im Jahr 2015 auf knapp 374 000 Euro im Folgejahr auf nun rund
595 000 Euro.

Die Kriminalisten vermuten, dass die gestiegene Zahl auch darauf zurückzuführen ist, dass die Bevölkerung sensibler für das Thema geworden ist und es deshalb häufiger Anzeige erstattet. So hätten Taxifahrer, die Senioren zur Bank fahren sollten, die Situationen erkannt und die Polizei benachrichtigt. Auch Bankmitarbeiter hätten Kunden vor einem Betrug bewahrt und die Polizei eingeschaltet. „Diese Aufmerksamkeit führte in einzelnen Fällen bis hin zur Festnahme von Tätern“, sagte LKA-Sprecherin Anna Hermann.

Die Täter versuchen verschiedene Maschen, um an das Geld der Senioren zu gelangen. Am häufigsten sei der klassische Enkeltrick, bei dem ein Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnis vorgespielt werde. Zugenommen hat nach Beobachtung der Kriminalisten, dass Ganoven sich als Polizisten oder Staatsanwälte ausgegeben hätten. 2015 lag der Anteil dieser Masche an allen angezeigten Fällen noch bei 7,4 Prozent, wie Hermann sagte. Im Jahr darauf sei er auf 8,1 Prozent gestiegen und 2017 auf 27,9 Prozent.

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