Mecklenburg-Vorpommern : Angelverbot für auswärtige Petrijünger

Stehen unter Kostendruck: Auf die 44 000 Angler in MV kommen höhere Beiträge zu.
Stehen unter Kostendruck: Auf die 44 000 Angler in MV kommen höhere Beiträge zu.

Angeln gelte als private Freizeitbeschäftigung im Freien und falle somit unter die Landesverordnung zur Corona-Bekämpfung.

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06. April 2020, 17:47 Uhr

Die Corona-Krise teilt in Mecklenburg-Vorpommern auch die Anglerschaft. Während Petrijünger mit Hauptwohnsitz im Nordosten zu Beginn der Heringssaison ihre Blinker auswerfen dürfen, bleibt Auswärtigen ihr Hobby versagt. „Bürger ohne Hauptwohnsitz in unserem Land dürfen auch zum Angeln nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen“, erklärte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Montag in Schwerin. Angeln gelte als private Freizeitbeschäftigung im Freien und falle somit unter die Landesverordnung zur Corona-Bekämpfung, die Anreisen aus touristischen und Freizeit-Gründen verbietet.

An die Angler aus Mecklenburg-Vorpommern appellierte Backhaus, das Kontaktverbot einzuhalten. Angeln sei gegenwärtig nur alleine, mit einer weiteren im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushaltes möglich. Wer mit einer nicht zum Haushalt gehörenden Person im Angelboot unterwegs sei, müsse einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Normalerweise reisen im Frühjahr, wenn es Hering und Dorsch in die küstennahen Laichgebiete zieht, zahlreiche Angelfreunde nach Mecklenburg-Vorpommern. Wegen der aktuellen Infektionsgefahr ist dies aber verboten.

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