Sorge wegen zunehmender Population : Backhaus begrüßt geplante Erleichterungen für Abschuss von Wölfen

Wölfe leben bei uns in Deutschland vor allem im Osten.
Wölfe leben bei uns in Deutschland vor allem im Osten.

Der Agrar- und Umweltminister steht den geplanten Maßnahmen positiv gegenüber. Über eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes will das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beraten.

nnn.de von
21. Mai 2019, 12:05 Uhr

Der Gesetzentwurf trage die Handschrift von Mecklenburg-Vorpommern, erklärte Backhaus am Dienstag in Schwerin. «Ich bin froh, dass unsere Verhandlungen endlich Früchte tragen.» Seit mehr als fünf Jahren habe er sich für die rechtssichere Entnahme auffälliger Wölfe eingesetzt.

Weiterlesen: Abschuss auffälliger Wölfe: Backhaus für Gesetzesänderung

Zusätzlich müssten mehr Anstrengungen zum Schutz der Weidetierhaltung unternommen werden, forderte der Minister. «Dazu bedarf es auch einer finanziellen Beteiligung des Bundes, zum Beispiel aus der Gemeinschaftsausgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.»

Mehr als 400 tote Nutztiere

Der Wolf breitet sich auch im Nordosten immer weiter aus. Dem Ministerium zufolge gibt es inzwischen sechs Rudel. Die Reviere liegen zwischen der Kalißer Heide im Westen und der Insel Usedom im Osten. Bei Wolfsangriffen im Land wurden seit 2007 mehr als 400 Nutztiere getötet. Zuletzt hatten Wölfe in Borken (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sogar einen 1,80 Meter hohen Zaun samt Elektrolitze überwunden und Tiere einer Damwildherde gerissen.

Backhaus nannte die Rückkehr des Wolfes einen artschutzrechtlichen Erfolg. Die rasante Zunahme der Population sei jedoch auch besorgniserregend. «Vor allem der Umstand, dass die Tiere zunehmend in der Nähe von Dörfern und Städten gesichtet werden, ist beunruhigend.»

Weiterlesen: MV fordert Schutz vor dem Wolf

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen