Wirtschaft : Backhaus in China: Kooperationen für MV-Firmen im Gepäck

Till Backhaus
Till Backhaus

Erste Bilanz: Trinkwasserprojekt und Forscheraustausch vereinbart

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08. Dezember 2019, 16:34 Uhr

Zum dritten Mal reiste er mit Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern in das Land. Zum Abschluss seiner China-Reise mit einer Wirtschaftsdelegation hat Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) eine erste positive Bilanz gezogen. Im Gepäck haben sie unter anderem die Kooperationen zweier Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern mit der Stadt Changsha, berichtete Backhaus vor seiner Rückreise am gestrigen Sonntag. Außerdem soll es einen Austausch mit Wissenschaftlern einer der ältesten Universitäten Chinas geben. „China ist eine Top-Wirtschaftsmacht und die Potenziale für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern sind riesig“, sagte Backhaus.

Aus Regenwasser wird Trinkwasser

Gemeinsam mit der Greenlife GmbH aus Schwerin und der Emano Kunststofftechnik GmbH aus Teterow will Changsha, Hauptstadt der Provinz Hunan, nach Angaben des Ministers ein Pilotprojekt starten, in dem aus Regenwasser Trinkwasser gemacht wird. Die Technologie dazu komme aus Mecklenburg-Vorpommern, Folgeaufträge seien bereits angebahnt, teilte Backhaus mit. Umweltthemen rückten in China zunehmend in den Fokus, deshalb hoffe er, dass weitere Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern davon profitieren können. „Dass sie das Zeug dazu haben, haben wir bewiesen“, unterstrich er. Die Teilnehmer der Delegation stammten aus Branchen wie der Logistik, der Gesundheits- und der Ernährungswirtschaft, der Umwelttechnik und der Bio-Technologie.

Kontakte auf den „Xceleration Days“ knüpfen

Bereits 2015 und 2017 war Backhaus mit Delegationen in die Provinz Hunan gereist, diesmal gehörte auch ein Besuch in der Metropole Shenzhen (Provinz Guangdong) dazu. „Junge Menschen aus aller Welt sind hier zu Hause“, erklärte Backhaus. „Hier werden weltweite Maßstäbe im Bereich künstliche Intelligenz gesetzt.“ Zum Programm gehörte etwa das deutsch-chinesische Treffen „Xceleration Days“, die mitgereisten Unternehmen nutzten die „Kontaktbörse“ für Gespräche.

Von Shenzhen ging es mit einem Hochgeschwindigkeitszug, der bis zu 310 Stundenkilometer erreicht, nach Changsha, wie Backhaus berichtete. Dort besuchte die Delegation unter anderem die chinesische Handelskammer, eine Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sowie die bereits im Jahr 976 gegründete Hunan-Universität.

Wissenaustausch in der Forschung

Sowohl die Landwirtschaft, vor allem die Fleischproduktion, als auch die Biotechnologie spielen den Angaben zufolge an der Universität eine wichtige Rolle. Künftig soll es einen Austausch mit Wissenschaftlern von Gut Dummerstorf geben. Die Landesregierung will erreichen, dass „die vielen sehr erfolgreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen“ noch stärker auf internationalen Märkten präsent sind, wie Staatskanzleichef Heiko Geue jüngst betonte. Reisen von Wirtschaftsdelegationen wie nach China könnten Türöffner sein.

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