Deutsche Marine : Ausbildungssimulator wieder in Betrieb

Obermaat Maik Schulz schaut auf die Monitore in einem Schiffsimulator. Am Donnerstag erfolgte in der Marineschule Mürwik die offizielle Wiederinbetriebnahme der 'Ausbildungsausstattung Nautischer Schiffsführung' (AANS).
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Obermaat Maik Schulz schaut auf die Monitore in einem Schiffsimulator. Am Donnerstag erfolgte in der Marineschule Mürwik die offizielle Wiederinbetriebnahme der "Ausbildungsausstattung Nautischer Schiffsführung" (AANS).

Egal ob Fregatte, Minensuchboot oder Schlepper: Auf dem Ausbildungssimulator der Marineschule können Offiziersanwärter den Umgang mit allen Kriegsschiffstypen der Marine lernen. Er ist einer der modernsten in Europa.

nnn.de von
06. Dezember 2018, 16:22 Uhr

Der Ausbildungssimulator der Marineschule in Flensburg ist wieder in Betrieb. Mehrere Jahre lang war die Ausbildungsausstattung nautische Schiffsführung (AANS), so der offizielle Name, modernisiert worden, wie die Marineschule am Donnerstag mitteilte. Jetzt ist der Schiffsführungssimulator an der Marineschule Mürwik den Angaben zufolge einer der modernsten seiner Art in Europa. Offiziersanwärter und Offiziere können auf sechs Brücken gleichzeitig im Simulator ausgebildet werden. Auch für das nautische Personal der Flotte stehe er zur Verfügung. Modernstes Brückendesign, die Verfügbarkeit aller in der Marine genutzten Navigationsanlagen sowie die hochauflösende Grafik der Bildschirme ermöglichten eine fordernde und vor allem auch praxisnahe Ausbildung.

Simulator kann alle 200 Schiffstypen

Für die Offiziersanwärter und das nautische Personal der Marineschiffe soll sich alles anfühlen wie in echt. Sprich: Wenn eine Fregatte auf der Simulation abgebildet wird, soll sich auch das Bremsmanöver anfühlen wie bei einer Fregatte und nicht wie bei einem Minensuchboot. Abgebildet in den Simulator sind alle 200 Schiffstypen der Flotte. Verschiedene Umweltbedingungen, beispielsweise schweres Wetter mit hohen Wellen und Sturm können ebenso aufgespielt werden wie verschiedene geografische Gegebenheiten von Regionen, in denen die Marine im Einsatz ist.

„Die See ist unnachgiebig, wenn Fehler gemacht werden“, sagte der Kommandeur der Marineschule, Kapitän zur See, Wilhelm Tobias Abry. Hier in der Simulation könnten und sollten Fehler gemacht werden, um daraus zu lernen. „Wir wollen die bestmögliche Ausbildung und die können wir hier leisten.“ Die Erneuerung des Simulators stelle einen Quantensprung dar.

Bis zu 600 Lehrgangsteilnehmer im Jahr

Fregattenkapitän Jürgen-Friedrich Jensen, Leiter der Ausbildungsausstattung Nautische Schiffsführung der Marineschule, sagte, Hauptkunde auf dem Simulator seien die künftigen Wachoffiziere, aber auch nautisches Personal soll hier üben können, etwa wenn ihr eigenes Schiff in der Werft ist. Jensen rechnet mit bis zu 600 Lehrgangsteilnehmern jährlich, die das Simulatortraining durchlaufen. Bisher waren es rund 150.

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