Mecklenburg-Vorpommern : Finanzierung für Meeresmuseum Stralsund steht

Ein Taucher spielt im Meeresmuseum von Stralsund mit Schildkröten.
Ein Taucher spielt im Meeresmuseum von Stralsund mit Schildkröten.

Das beliebte Ausflugsziel in der Hansestadt kann wie geplant saniert werden. Bund und Land wollen sich die Kosten teilen.

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03. Juni 2020, 14:19 Uhr

Das Meeresmuseum in Stralsund kann wie geplant saniert werden. Der Bund stellt dafür 20 Millionen Euro zur Verfügung und damit die Hälfte der gesamten Sanierungskosten, wie am Mittwoch das Bundesinnenministerium mitteilte. Den entsprechenden Bescheid übergab der Parlamentarische Staatssekretär aus Berlin, Volkmar Vogel, in der Hansestadt. „Die technischen Anlagen für die Aquarien im Gewölbekeller, das Ausstellungsdesign und die Serviceeinrichtungen sind mittlerweile in die Jahre gekommen“, sagte Vogel. Die anderen 20 Millionen Euro will das Land Mecklenburg-Vorpommern beisteuern.

Wiedereröffnung soll  2023 sein

Das Meeresmuseum war 1951 im ehemaligen Katharinenkloster gegründet und zuletzt 1972 bis 1974 in Teilen saniert worden. Es zeigt die Tierwelt der warmen Meere, darunter auch ein vielbeachtetes Skelett eines großen Wals und riesige Schildkröten. Für die Sanierung soll das Museum ab 1. Januar 2021 für zwei Jahre geschlossen bleiben. Die Wiedereröffnung ist im Frühjahr 2023 geplant. 2019 zählte das Haus fast 173 000 Besucher.

Weiterlesen: Mehr als drei Millionen Besucher in Museen des Landes 2019

Erweiterungen in Planung

Für die Sanierung hatte es einen europaweiten Wettbewerb gegeben, den 2018 ein Architekturbüro aus Stuttgart gewann. Herzstück in einem neuen Haus soll ein Großaquarium für Korallenriffe mit einer Million Liter Wasser Fassungsvermögen sein. Das wäre dreimal so groß wie das jetzige Becken für Meeresschildkröten. Zudem soll das Ausstellungshaus um mehrere Teile erweitert und die Schauen komplett überarbeitet werden. „Stralsunds DNA zeigt sich nirgendwo deutlicher als im Meeresmuseum“, erklärte Alexander Badrow als Oberbürgermeister Stralsunds und Verwaltungsratsvorsitzender der Stiftung Deutsches Meeresmuseum.

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