Nach Abzug der Bundeswehr : Hoher Einwohnerrückgang - Millionenhilfe vom Land an Eggesin

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06. Dezember 2018, 15:40 Uhr

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die ehemalige Militärstadt Eggesin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit Millionenhilfe. Wie das Schweriner Innenministerium am Donnerstag mitteilte, erhält die Kleinstadt an der Randow 11,5 Millionen Euro, um ihre prekäre Finanzsituation in den Griff zu bekommen. Diese gehe vor allem auf den Abzug der Bundeswehr in den Jahren 2003 bis 2005 zurück.

Die Kleinstadt war in der DDR zu einem der größten Standorte der Nationalen Volksarmee (NVA) gewachsen. In Ostdeutschland kennen durch den NVA-Wehrdienst Zehntausende die Region unter dem Spruch: „Land der drei Meere: Waldmeer, Sandmeer, nichts mehr.“ Die Stadt hatte 1990 fast 9000 Einwohner, dazu kamen Hunderte Soldaten in zwei Kasernen. Bis heute verlor Eggesin fast die Hälfte der Bewohner durch Militärabzug und die wirtschaftliche Randlage.

Nach 1990 bis 2005 wurden beide Kasernen geschlossen. Dabei übernahm Eggesin Bundeswehr-Wohnblöcke, die mit hohen Kaufpreisschulden und Renovierungsdarlehen verbunden waren. Das sei ein Grund für die neuerliche Millionenhilfe. Bis 2012 hatte die Stadt schon einmal neun Millionen Euro erhalten, hieß es vom Ministerium. Ähnliche Hilfen bekamen bisher die Städte Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Am Wochenende soll ein Teil der Kaserne in Eggesin-Karpin versteigert werden.

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