Backkette in MV : „Lila Bäcker“ will mehr als 70 Filialen schließen oder verkaufen

Schilder einer Lila-Bäcker-Filiale in Schwerin

Immer mehr Gerüchte um den „Lila Bäcker“: Sicher ist wohl, dass fast jede fünfte Filiale geschlossen werden soll. Wie es mit Produktionsstätten weitergeht, dazu schweigt das Unternehmen.

nnn.de von
18. April 2019, 13:40 Uhr

Die insolvente Bäckereikette „Lila Bäcker“ will ihr Filialnetz um rund 70 Standorte auf weniger als 330 verkleinern. Etwa jeweils die Hälfte der betroffenen Betriebe entfalle auf Mecklenburg-Vorpommern und auf Berlin/Brandenburg, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag. Ob die Filialen geschlossen oder verkauft werden sollen, konnte sie nicht sagen.

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Entlassungen sollen vermieden werden

Einem Zeitungsbericht zufolge werden seit vergangener Woche Gespräche mit den Mitarbeitern geführt. Entlassungen sollen demnach vermieden werden. Wie das geschehen soll, wurde nicht mitgeteilt. Die Rede ist außerdem von der Abschaffung des Prämiensystems.

Für das Unternehmen mit rund 2700 Mitarbeitern war am 1. April das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

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Im Januar hatte das Unternehmen wegen Finanzproblemen Insolvenz angemeldet. Die Insolvenz läuft „in Eigenregie“ mit der bisherigen Geschäftsführung und einem Berliner Anwalt. Am 13. Mai soll der Gläubigerversammlung ein Modell zum Fortbestand der Backkette vorgelegt werden.

Wie geht es an der Produktionsstätte weiter?

Unternehmenssprecher Mathias Glötzner äußerte sich auch nicht zur Produktionsstätte im brandenburgischen Dahlewitz mit 120 Beschäftigten. Gerüchten zufolge soll sie geschlossen werden. Ein Radiosender berichtete, dort werde nur noch Brot gebacken. Viele andere Backwaren kämen längst als Tiefkühlware etwa aus Polen.

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