Peene-Werft : Linke: Zeit zur Abkehr von der Rüstungsproduktion in Wolgast

Wegen des Ausfuhrverbots von Rüstungsgütern nach Saudi-Arabien sind von den rund 300 Peene-Werkern seit Dezember knapp 100 in Kurzarbeit.

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22. März 2019, 14:28 Uhr

Angesichts der Probleme der Peene-Werft Wolgast durch den Rüstungsexportstopp ist es nach Ansicht der Linken Zeit zur Konversion an dem Schiffbaustandort. Der friedenspolitische Sprecher der Linken im Landtag, Peter Ritter, sagte, seine Fraktion fordere seit Jahren Alternativen für den Erhalt der Werft. Die Konversion von Rüstungsindustrie sei zwar schwierig und kostspielig, aber möglich. Das habe eine Konversionskonferenz im Herbst 2018 in Wolgast mit Fachleuten aus der maritimen Wirtschaft und der Friedensforschung deutlich gemacht.

Alle Anträge und Vorschläge der Linken im Landtag dazu seien jedoch abgelehnt worden. Er erwarte mit Spannung die Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zur Situation am Standort Wolgast. Schwesig hatte am Donnerstag gesagt, wenn die Bundesregierung den Exportstopp nach Saudi-Arabien weiter verlängere, müsse sie auch eine Alternative für Wolgast benennen.

Seit Dezember viele Peene-Werker in Kurzarbeit

Wegen des Ausfuhrverbots von Rüstungsgütern nach Saudi-Arabien sind von den rund 300 Peene-Werkern seit Dezember knapp 100 in Kurzarbeit. Das Unternehmen unterbrach den Bau der Küstenwachboote.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber warf der Ministerpräsidentin vor, zwar im Land ihre Solidarität mit der Peene-Werft zu bekunden, aber in Berlin der Forderung der SPD nach einer Verlängerung des Exportstopps nach Saudi-Arabien um weitere sechs Monate nicht energisch entgegenzutreten. Die Landesregierung biete keine Alternativen an. 

Weiterlesen: Wolgast: Eine Stadt leidet mit ihrer Werft

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