Nach dem Waldbrand bei Lübtheen : Eine große Feier für die Retter

Mit vereinten Kräften wurde der verheerende Waldbrand bei Lübtheen bezwungen
Mit vereinten Kräften wurde der verheerende Waldbrand bei Lübtheen bezwungen

Eine Region bedankt sich: Die 3000 Waldbrand-Helden von Lübtheen werden mit einer Dankesfeier geehrt

nnn.de von
12. August 2019, 20:00 Uhr

Eine großes Danke an die Helden von Lübtheen: 3000 Einsatzkräfte von Feuerwehren, THW, DRK, Katastrophenschutz, von der Forst und der Bundeswehr und viele andere freiwillige Helfer waren ab Ende Juni fast zwei Wochen rund um Lübtheen nahezu pausenlos im Einsatz, um den bisher größten Waldbrand in der Geschichte des Landes zu löschen. Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen und gingen als Helden, nachdem alle Flammen erstickt waren.

Dankesfeier am 7. September

Jetzt wollen sich der Landkreis, aber auch Gemeinden im Kerngebiet, die Medien, wir als Zeitung vor Ort, und viele Bürger bei den Rettern für ihren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz bedanken. Am 7. September findet auf den Festplatz in Lübtheen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eine große Dankesfeier für die Einsatzkräfte statt.

Eingeladen zur großen Feier sind alle Helfer und Retter. Die Waldbrand-Helden können ihre Liebsten, ihre Kinder und ihre Familien mitbringen. „Das was wir erlebt haben, so eine Einsatz, das war gewaltig. Ich glaube, dass es wichtig ist, so ein Fest gemeinsam zu feiern“, drückte Landrat Stefan Sternberg (SPD) seinen Respekt für die Leistung der Helfer aus. Der Landkreis hat bereits Plaketten und Gedenkmünzen prägen lassen mit dem Motto: „Wir sind alle Helden“.

Serie über die Helden von Lübtheen

Was die Helfer bei ihrem Einsatz erlebt haben, warum sie ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen und warum einige Feuerwehrleute mit dem Rad zum Einsatz fahren mussten, erzählen sie in unserer Serie über die Helden von Lübtheen. Es sind Geschichten wie von den DRK-Helfern, die mit belegten Brötchen dafür sorgten, dass die Retter bei Kräften blieben. Oder von einem Feuerwehrmann der während des Einsatzes Vater wurde und trotzdem wieder zum Löschen rausfuhr. Aus Schwerin rückte sogar eine ganze Familie nach Lübtheen aus.

Der verheerende Waldbrand auf dem Truppenübungsplatz bei Lübtheen war am 25. Juni ausgebrochen und wütete eine Woche lang. Bei dem Großbrand wurden rund 1000 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen. Den Schaden beziffert das Landwirtschaftsministerium derzeit mit rund 9 Millionen Euro. Die Einsatzkosten werden derzeit noch vom Landkreis berechnet, dürften aber ebenfalls in die Millionen gehen.

Weiterlesen: Alt Jabels Ortswehrführer Michael Klamann bekämpfte den Brand, während seine Familie evakuiert wurde

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