Kirche : Nordkirche: Dresdner Pfarrer für Bischofsamt im Gespräch

Christian Behr, Superintendent im Kirchenbezirk Dresden Mitte der ev. lutherischen Landeskirche Sachsen.
Christian Behr, Superintendent im Kirchenbezirk Dresden Mitte der ev. lutherischen Landeskirche Sachsen.

Der Superintendent Christian Behr kandidiert für ein Bischofsamt in der Nordkirche.

nnn.de von
06. Dezember 2018, 15:07 Uhr

Der Dresdner Superintendent Christian Behr und der Mecklenburger Ökumene-Pastor Tilman Jeremias kandidieren für das Bischofsamt Mecklenburg und Pommern in der Nordkirche. Das hat der Wahlvorbereitungsausschuss der Landessynode für diesen Sprengel vorgeschlagen, wie die evangelische Nordkirche am Donnerstag mitteilte. Die Landessynode soll den neuen Bischof am 1. März 2019 bestimmen. Die Kandidaten stellen sich im Februar in Gottesdiensten vor.

Beide hätten ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt und seien mit den besonderen Bedingungen Ostdeutschlands vertraut, hieß es. Sie hätten die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht. Weitere Kandidaten könnten bis zum 24. Januar vorgeschlagen werden.

Der gebürtige Thüringer Behr (Jahrgang 1961) studierte Theologie und kam über eine erste Pfarrstelle in Sachsen-Anhalt 1994 ins sächsische Grimma. Seit 2012 ist er erster Pfarrer an der Dresdner Kreuzkirche und Superintendent des Kirchenbezirks Dresden Mitte. Er arbeitet im Beirat für geistliche Arbeit an der Frauenkirche, engagiert sich in der Nagelkreuzgemeinschaft und ist Gründungsmitglied des Forums für Gemeinschaft und Theologie.

Jeremias, der 1966 geboren wurde, wuchs in Bayern auf. Er kam über Thürkow bei Teterow 1995 nach Schwaan (Landkreis Rostock). Von 2003 an leitete er die Innenstadtgemeinde Rostock und ist seit 2016 Pastor für Ökumene und Mission in Mecklenburg. Zudem hat er einen Lehrauftrag an der Universität Rostock.

Der Sprengel Mecklenburg und Pommern hat derzeit zwei Bischöfe, deren Amtszeit im September 2019 endet. Künftig soll es nur einen Bischof in Greifswald geben. Die in drei Sprengel gegliederte Nordkirche mit etwa 1000 Gemeinden zwischen dänischer und polnischer Grenze ist Deutschlands zweitgrößte Landeskirche, zu der rund 2,1 Millionen Gläubige gehören.

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