Ostsee-Pipeline in MV : Rohr-Ummantelung für Gasleitung Nord Stream 2 beendet

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Für den Bau liegen nun alle benötigten Leitungen bereit. Wenige Monate nach dem finnischen Kotka schloss auch das Werk in Sassnitz-Mukran die Umrandung der jeweils zwölf Meter langen Röhren ab.

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19. August 2019, 16:19 Uhr

Für den Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 liegen nun alle benötigten Rohre bereit. Wenige Monate nach dem Werk im finnischen Kotka schloss auch das Werk in Sassnitz-Mukran auf Rügen die Ummantelung der jeweils zwölf Meter langen Röhren ab, wie die Wasco Coatings Germany GmbH am Montag mitteilte. In den zurückliegenden beiden Jahren seien auf Rügen mehr als 88 000 Rohre mit Beton ummantelt worden. Etwa die Hälfte lagere noch im Hafenbereich von Mukran südlich von Sassnitz, von wo aus die Rohre nun schrittweise zu den Verlegeschiffen transportiert würden.

Von St. Petersburg an die Ostsee-Küste

Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 hatte das malaysische Unternehmen Wasco mit der Rohrummantelung beauftragt. Der Beton soll die gut 1200 Kilometer langen Stahlrohr-Stränge, die von der Region St. Petersburg bis an die vorpommersche Ostsee-Küste reichen, vor Beschädigungen schützen und die Gasleitungen auf dem Meeresboden sicher verankern. In Mukran waren Unternehmensangaben zufolge zeitweilig 600 Fachleute beschäftigt, rund die Hälfte befristet über Zeitarbeitsfirmen. Etwa 200 Beschäftigte seien weiter mit Logistikaufgaben betraut.

Trassenverlauf vor Bornholm strittig

Die neue Gas-Doppelleitung, die fast parallel zu Nord Stream 1 durch die Ostsee verlaufen soll, ist nach Angaben von Nord Stream 2 bereits zu 70 Prozent verlegt. Strittig ist noch der Trassenverlauf vor der dänischen Insel Bornholm. Durch Nord Stream 1 fließt schon seit 2011 Gas aus Russland nach Lubmin bei Greifswald. Nord Stream 2 soll nach dem Willen des Mutterkonzerns Ende des Jahres betriebsbereit sein. Beide Gasleitungen verfügen den Angaben zufolge über eine Kapazität von jährlich 55 Milliarden Kubikmeter. Die USA und auch einige EU-Staaten befürchten eine zu große Abhängigkeit von Russland als Energielieferant und lehnen das Projekt ab.

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