Erfolg der Polizei : Versuchter Mord in Neubrandenburg: Verdächtiger in Frankreich gefasst

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Mieter finden im Juli einen schwer verletzten Mann aus Syrien im Treppenflur. Schnell ist klar, der Flüchtling wurde misshandelt und bestohlen. Der mutmaßliche Täter soll Mauretanier sein. Dieser floh nach Frankreich.

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19. Oktober 2018, 16:06 Uhr

Zielfahnder des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern haben einen mutmaßlichen Verbrecher in Frankreich aufgespürt. Der 29 Jahre alte Mauretanier wurde per Europäischem Haftbefehl gesucht und inzwischen bereits in ein Gefängnis in den Nordosten gebracht, wie das LKA am Freitag in Rampe bei Schwerin mitteilte. Gegen den Verdächtigen wird wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes ermittelt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg, Beatrix Komning, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Die Tat soll sich im Juli in Neubrandenburg in der Wohnung des Syrers ereignet haben. Mieter fanden den Mann blutend und schwer verletzt im Flur des Mehrfamilienhauses. Ermittlungen ergaben, dass der Täter den Syrer bereits kannte und ihn in dessen Wohnung schwer misshandelt und verletzt haben soll, erklärte Komning. Ob dabei auch eine Waffe verwendet wurde, könne aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht gesagt werden. Anschließend habe der Täter mehrere Hundert Euro gestohlen und sei geflohen.

Ermittlungen ergaben, dass der Gesuchte Quartiere in Belgien und Frankreich hatte. Schließlich wurde der 29-Jährige im September in Frankreich identifiziert und festgenommen. Was genau zu der gewalttätigen Auseinandersetzung in Neubrandenburg geführt hat, sei noch nicht endgültig geklärt. Ausgeliefert wurde der Beschuldigte am 12. Oktober. Das Amtsgericht Neubrandenburg hatte nach der Tat im Juli Haftbefehl gegen den Flüchtigen erlassen. Nun soll zügig Anklage gegen den 29-Jährigen erhoben und dann ein Prozess am Landgericht Neubrandenburg anberaumt werden.

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