Corona : Wirtschaft fordert Wiedereröffnung der Baumärkte in Mecklenburg-Vorpommern

Die Baumärkte sind in Brandenburg noch geöffnet und auch gut besucht.
Die Baumärkte sind in Brandenburg noch geöffnet und auch gut besucht.

In Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein seien die Märkte für alle Endverbraucher offen, während in MV das Einkaufen dort nur eingeschränkt über die Onlineplattformen möglich sei.

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07. April 2020, 12:30 Uhr

Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin hat an die Landesregierung appelliert, die Bau- und Gartenmärkte in Mecklenburg-Vorpommern wieder für die Allgemeinheit zu öffnen und so einen „Baumarkttourismus“ in angrenzende Bundesländer zu verhindern.

In Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein seien die Märkte für alle Endverbraucher offen, während in MV das Einkaufen dort nur eingeschränkt über die Onlineplattformen möglich sei, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach am Dienstag.

Einheitliche Regelung gefordert

Er forderte einheitliche Regelungen über die Bundesländer hinweg. „Die zunehmende Überschreitung der Landesgrenzen trägt sicher nicht dazu bei, die Verbreitung des Virus einzuschränken“, betonte Eisenach. „Darüber hinaus sehen wir einen weiteren existenzbedrohenden Wettbewerbsnachteil unserer Baumärkte.“

Am Vortag hatte auch die AfD im Landtag die Öffnung der Baumärkte in MV verlangt. „Wie sinnig für den Infektionsschutz ist es, wenn Bürger ins nächste Bundesland fahren, um dort ihre Einkäufe zu erledigen?“, kritisierte der AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer. Er forderte eine bundeseinheitliche Regelung der Öffnung von Baumärkten in der Corona-Krise. Das Wirtschaftsministerium hatte daraufhin betont, bei der jetzigen Regelung bleiben zu wollen. Waren könnten aber bei den Baumärkten bestellt und abgeholt werden.

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