Eisbaden Boltenhagen : Auf in die kühlen Fluten

Für einige Damen ging es beim Neujahrsbaden 2018 kostümiert ins Wasser und wieder hinaus – das Motto: Schiff ahoi!
Für einige Damen ging es beim Neujahrsbaden 2018 kostümiert ins Wasser und wieder hinaus – das Motto: Schiff ahoi!

Das traditionelle Neujahrsbaden hat wieder viele mutige Anbader und noch mehr Zuschauer nach Boltenhagen geführt

nnn.de von
01. Januar 2018, 20:45 Uhr

Während der ein oder andere Zuschauer sich den Schal noch etwas enger um den Hals zog, rannten die Teilnehmer des Neujahrsbaden in Boltenhagen direkt ins Meer. Bereits zum 20. Mal stürzten sich gestern mutige Badegäste in die gerade einmal fünf Grad warmen Fluten am Boltenhagener Strand. Abgesichert von den Rettungsschwimmern der DLRG sprinteten die zum Teil kostümierten Anbader unter den Jubelrufen der Zuschauer ins kalte Nass, schwammen bis zur Flagge hinaus und drehten um. Zum Aufwärmen ging es in den 35 Grad warmen Wasserbottich.

Das Anbaden am Neujahrstag hat bei vielen mittlerweile schon Tradition. So zum Beispiel für Leila Wartenberg. Sie war bereits das fünfte Mal dabei. Für das diesjährige Motto „Schiff ahoi! – Alle Mann an Bord“ hatte sie sich ein besonderes Kostüm einfallen lassen, mit dem sie in die Fluten warf. „Ich habe versucht das Kleid von dem Flyer für dieses Jahr nachzuschneidern“, sagte Leila Wartenberg. Natürlich alles in Handarbeit. „Das kostet schon Zeit, zwei ganze Tage habe ich daran gesessen“, berichtete die Berliner. Jedes Mal, wenn sie aus der Bundeshauptstadt zum Neujahrsbaden reist, hat sie ein neues Dress im Gepäck. „Am besten hat mir das Motto Moulin Rouge gefallen. Da habe ich mit meiner Verkleidung auch den ersten Platz belegt“, erzählte sie.

Für diejenigen, die das erste Mal zum Neujahrsbaden gekommen waren, hatte Leila Wartenberg auch gleich einen Tipp parat: „Nicht darüber nachdenken und sich einfach trauen. Bei mir ist es auch beim fünften Mal noch kalt“, so die Berlinerin.

„Es ist schön zu sehen, dass die Gäste sich so sehr darauf einlassen. So eine Veranstaltung lebt ja davon“, sagte Kurdirektorin Claudia Hörl. Sie hatte die Veranstaltung mit geplant und organisiert.

Vor allem die „Wiederholungstäter“, die sich immer wieder mit neuen Kostümen zeigen, würden diese Veranstaltung so besonders machen. Gerade an einem Tag wie diesem, an dem das Wetter mitspielt und sich sogar die Sonne zeigt, würden aber auch noch einige Kurzentschlossene – vor allem Männer – mitbaden, so die Kurdirektorin. „Mir ist wichtig, dass die Besucher etwas haben, was sie dann mit nach Hause nehmen können. Und wenn sie dann sagen ‘Das hat Spaß gemacht, das kann ich gerne noch einmal machen‘, dann ist das Ziel erreicht“, erklärte Claudia Hörl abschließend.

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