Urlaub an der Ostsee : Bislang reisten knapp 200.000 auswärtige Touristen nach MV - Tendenz steigend

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Auswärtige Touristen dürfen wieder nach MV kommen, sofern sie dort übernachten.

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26. Mai 2020, 15:50 Uhr

Seit Öffnung des Landes für auswärtige Touristen sind nach Worten von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bislang rund 200.000 Menschen nach Mecklenburg-Vorpommern gereist. Man gehe von bis zu 150.000 weiteren Gästen zu Pfingsten aus, sagte Caffier am Dienstag in Schwerin unter Berufung auf Zahlen des Wirtschaftsministeriums. Die dann bis zu 350.000 Gäste seien eine Nagelprobe, ob die abgesprochenen Corona-Regelungen tragen. Am 9. Juni will die Landesregierung über weitere Lockerungen beraten.

Seit Montag dürfen auch auswärtige Touristen wieder nach MV reisen, sofern sie eine Übernachtung gebucht haben. Allerdings müssen Hotels und Campingplätze ihre Bettenkapazitäten auf 60 Prozent reduzieren. Diese Regelung ist umstritten.

Caffier verteidigt umstrittene Reduzierung der Betten

Caffier hält es für den richtigen Weg, bei der Bettenbelegung nicht „von null auf hundert“ zu gehen. Die Anzahl der Betten bezogen auf die Zahl der Einwohner sei in Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich mit am höchsten. Die Situation solle in den kommenden 14 Tagen beobachtet werden. „Vor dem 14-tägigen Ablauf werden wir keine grundsätzlichen Veränderungen vornehmen“ - sofern es keine gerichtlichen Urteile gegen diese Regelung gebe, sagte der CDU-Politiker.

Die Dorint-Hotelgruppe hatte nach eigenen Angaben gegen die Belegungsobergrenze von 60 Prozent der Betten in Hotels in Mecklenburg-Vorpommern geklagt. Laut Caffier könne es noch in dieser Woche ein Urteil geben. In Schleswig-Holstein gibt es eine solche Belegungsobergrenze nicht.

Keine Tagestouristen erlaubt

Tagestouristen dürfen weiterhin nicht nach MV kommen. Dies wird aber nur bedingt kontrolliert. Es werde nicht so kontrolliert wie noch vor sechs bis acht Wochen, betonte der Innenminister. Es müsste jedes Auto kontrolliert werden, da es schwierig sei zu unterscheiden, wer Tagestourist und wer Übernachtungstourist sei. „Rückstaus wären relativ schnell vorprogrammiert.“ Es könne daher nicht ausgeschlossen werden, dass etwa ein Hamburger an einem Tag an Pfingsten an die Ostseeküste fahre.

Mit Blick auf die Kosten der benötigten Schutzbekleidung wie etwa Atemschutzmasken sprach Caffier von einem „dicken zweistelligen Millionenbetrag“. Mehrere Millionen Masken seien gelagert. Die ein oder andere Firma mache sich auf den Weg, diese Schutzbekleidung in Mecklenburg-Vorpommern zu produzieren. Man solle versuchen, sich nicht gänzlich von der globalen Industrie abhängig zu machen.

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