Gewitterfront und Blitzspektakel in MV : Blitz setzt Reetdach-Scheune bei Güstrow in Brand

<p>Blitzeinschlag setzt Reetdach-Scheune bei Güstrow in Brand. Foto: Stefan Tretropp</p>
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Blitzeinschlag setzt Reetdach-Scheune bei Güstrow in Brand. Foto: Stefan Tretropp

Unwetterfront überquerte Nordosten in der Nacht. Zahlreiche Feuerwehreinsätze, aber keine Verletzten.

nnn.de von
10. August 2018, 08:04 Uhr

Bedrohlich zog die Wolkenfront am späten Donnerstag Abend an der Ostsee auf, Blitze im Sekundentakt erleuchteten den Himmel. Aus Sicherheitsgründen und auch aufgrund der angekündigten weiteren Warnlagen wurde die Hanse-Sail in Rostock unterbrochen. Ein Segelfest streicht die Segel.

Die erste Unwetterfront hatte es allerdings in sich. Sturm, Regen, Blitze im Sekundentakt. So knickten im Rostocker Stadtgebiet mehrere Bäume um, im Landkreis schlug ein Blitz in der Nähe von Güstrow in das Dach einer reetgedeckten Scheune und löste dort ein Brand aus. Die beiden 82 und 76 Jahre alten Eheleute konnten rechtzeitig ihre Haushälfte verlassen, die aber abbrannte. Die Eigentümer der anderen Haushälfte waren nicht zu Hause. Fünf Feuerwehren mussten anrücken.

Auch in der Barlachstadt selbst kam es in der Nacht zu einem größeren Einsatz. Hier hatten unbekannte Täter ein Autowrack, welches zum Abtransport bereitgestellt war, in Brand gesetzt. Das Wrack brannte vollständig aus. Die Außenfassade des angrenzenden, leerstehenden Gebäudes wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

 

Sturmschäden im Raum Parchim

Das Sturmtief Nadine sorgte in der Nacht zum Freitag für viele Einsätze der Feuerwehren in der Region Parchim. Ob zwischen Demen und Kobande, zwischen Marnitz und Tessenow, bei Welzin, bei Dütschow, bei Alt Damerow, zwischen Lutheran und Rom, bei Siggelkow, zwischen Hohen Pritz und Dinnies oder zwischen Burow und Gischow, in Marnitz oder Suckow – überall waren die Kameraden im Einsatz, um große Äste oder Bäume von den Fahrbahnen zu beräumen. Die Drehleiter der Parchimer Wehr kam in Alt Damerow und zwischen Marnitz und Tessenow zum Einsatz.

Während die Techentiner Kameraden zwischen Techentin und Zidderich im Einsatz waren, halfen die Mestliner in Below aus. Hier lagen nahe des Dorfteiches zwei große Bäume quer auf der Fahrbahn. In zwei Teams gingen die Kameraden um Marco Hartig und Stefan Lorenz mit ihren Motorsägen ans Werk, während die anderen die zerteilten Äste und Stämme zur Seite räumten. Dann folgte der größere Einsatz auf der Kreisstraße 115: zwischen Mestlin und Kadow waren auf rund zwei Kilometern Länge 22 Bäume von der Fahrbahn zu beräumen. Zum Teil hatten diese sich in der dort befindlichen Telefonleitung verfangen. Vorsichtig wurde zu Werk gegangen und es gelang, den Sturmschaden so zu beseitigen, dass die Telefonleitung nicht gerissen ist. Auch zwischen Kadow und Ruester Krug mussten drei weitere umgestürzte Bäume beseitigt werden. Geholfen hat am Ende auch der Einsatz eines Radladers der Lorenz GbR, mit dem das Strauchwerk und Äste von der Fahrbahn geschoben werden konnte. Die Mestliner waren von 21.30 Uhr bis gegen 1.40 Uhr in der Nacht im Einsatz.

Nach ersten Informationen wurde bei diesen Einsätzen zum Glück niemand verletzt, die Schäden können auch noch nicht beziffert werden.

Am Morgen waren aber keine Verkehreinschränkungen auf Bundesstraßen bekannt.

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