Schnelles Internet : Glasfaserausbau im Merkel-Wahlkreis

Offizieller Start: Timotheus Höttges, Telekom-Vorstandschef, und MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD, r.)
Offizieller Start: Timotheus Höttges, Telekom-Vorstandschef, und MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD, r.)

Telekom startet Großprojekt auf dem Land

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27. März 2018, 12:00 Uhr

Im Wahlkreis von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Telekom ihr bislang größtes Projekt zum Glasfaserausbau in Deutschland gestartet. Das Unternehmen wird bis Ende 2019 auf dem Festland des Kreises Vorpommern-Rügen mehr als 2000 Kilometer Glasfaser verlegen und über 1000 Glasfaser-Netzverteiler aufstellen, wie Telekom-Vorstandschef Timotheus Höttges gestern in Klein Kedingshagen zum Start der Baggerarbeiten sagte. „Wir zeigen, dass ländlicher Raum und schnelles Internet kein Widerspruch sind.“ Vom schnellen Internet mit Geschwindigkeiten von einem Gigabit sollen rund 40 000 Haushalte und Unternehmen in 63 Gemeinden profitieren.

Mit dem Programm zum Breitbandausbau werden in der dünn besiedelten Region rund 118 Millionen Euro verbaut, davon 77 Millionen Euro vom Bund, 28 Millionen Euro vom Land und 13 Millionen Euro Eigenanteil aus dem Kommunalen Aufbaufonds MV. Weitere 34 Millionen Euro fließen auf die Insel Rügen, wo der Ausbau durch den dortigen Zweckverband bereits vor einem Jahr begonnen hatte. Ursprünglich wollte Merkel zum Baustart ihren Wahlkreis besuchen, ihr Hubschrauber hatte aber nach Angaben von Landrat Ralf Drescher (CDU) wegen Nebels keine Fluggenehmigung erhalten.

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) sieht in dem Baustart eine große Signalwirkung dafür, dass der Breitbandausbau Realität wird. „Solange nicht der erste Bagger dasteht, ist für viele Bevölkerungsteile der Breitbandausbau noch sehr fragil.“

Mit dem Glasfaserausbau werde nicht mehr das Netz der limitierende Moment sein, sondern die Server und Router, sagte Höttges. Breitband ist nach Einschätzung von Kramerhofs Bürgermeister, Friedrich-Christoph Seidel, schon heute standortentscheidend. Bauwillige machen ihre Entscheidung inzwischen davon abhängig, ob es auf dem Dorf schnelles Internet gebe.

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