Rostock : Volkstheater: Chaos geht weiter

Neuer und alter Theaterintendant: Sewan Latchinian
Neuer und alter Theaterintendant: Sewan Latchinian

Intendant Latchinian lässt Frist für Dienstantritt verstreichen

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14. Mai 2015, 20:30 Uhr

Der gekündigte und wieder ins Amt berufene Intendant des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, hat weitere Gespräche über Zukunft und Struktur des Theaters angeregt. Das sei Voraussetzung für die Fortführung der Tätigkeit als künstlerischer Geschäftsführer, so die Aufsichtsratsvorsitzende des Theaters, Eva-Maria Kröger. Sie habe diesen mit Latchinian abgestimmten Text Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und den Fraktionen der Bürgerschaft zukommen lassen.

Methling hatte am Freitag vergangener Woche den Ende März fristlos gekündigten Latchinian wieder ins Amt berufen und ihm eine Frist zur Erklärung bis zu diesem Mittwoch gesetzt. Diese Fristsetzung habe jedoch keine juristische Auswirkungen, sagte Kröger. Es kommt nun voraussichtlich am Donnerstag nächster Woche zu einem Gütetermin im Arbeitsgericht Rostock. Dann wird nach Angaben von Gerichtspräsident Martin Sander aber zunächst entschieden, ob sein Gericht überhaupt zuständig ist.

Dem Vorgang war ein monatelanger Streit um die künftige Struktur des Theaters vorausgegangen. Latchinian war wegen eines umstrittenen Vergleichs der Theaterpolitik des Landes mit Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat gekündigt worden. Er war auch kritisiert worden, weil er sich gegen den früheren Beschluss der Bürgerschaft zur Schließung der Sparten Musik- und Tanztheater gewandt hatte. Die Bürgerschaft hatte die fristlose Kündigung wieder aufgehoben.

Laut Kröger stehe das Theater vor immensen Problemen bei der Aufstellung des Spielplans für 2015/16. „Wir haben wegen der politischen Lage lange gewartet und Fristen verstreichen lassen. Die nächste Spielzeit ist gefährdet.“ Es müssten dringend Entscheidungen getroffen werden. Das Theater könne großen Schaden nehmen, wenn für die kommende Spielzeit nicht die benötigten Schauspieler und Regisseure verpflichtet oder Bühnenbilder bestellt werden.

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