Lübtheen : Tipps und Tricks für den kapitalen Hecht

Der Lübtheener Helge Hübner präsentiert hier einen Hecht von 1,07 Meter Länge, den er jüngst auf dem Bodden gefangen hat.
Der Lübtheener Helge Hübner präsentiert hier einen Hecht von 1,07 Meter Länge, den er jüngst auf dem Bodden gefangen hat.

Helge Hübner ist einer der bekanntesten Raubfisch-Angler der Region und gibt Tipps und Tricks.

nnn.de von
20. November 2017, 12:00 Uhr

Die Blätter sind fast ganz von den Bäumen herabgefallen - für alle Petrijünger der Region ist das das sichere Zeichen: Auf geht´s ans Wasser - Hechtangeln! Der goldene Herbst kann den Hobbyfischern an den Gewässern Südwestmecklenburgs jetzt Sternstunden bescheren. Das verspricht einer, der es wissen muss: Helge Hübner.

Der Lübtheener ist in der Region schlicht als der absolute Raubfisch-Spezialist bekannt. Als stellvertretender Vorsitzender des Regionalanglerverbandes Südwestmecklenburg nimmt er nicht nur Fischereischeinprüfungen ab. Er gibt auch Kurse und hat für die Petrijünger im Verband immer ein offenes Ohr oder den ein oder anderen Tipp. So auch für die Leser der SVZ. Denn jetzt beginnt die heiße Phase.

Er selbst konnte in den vergangenen Tagen wieder ein paar gewaltige Kolosse ins Boot hieven. 1,03 Meter und 1,07 Meter waren die beiden Prachtexemplare, die Hübner an seine Kunstköder bekam. „Das sind schon immer außergewöhnliche Momente und man spürt, dass etwas Größeres gebissen hat“, sagt der erfahrene Raubfischangler. Warum gerade jetzt die großen Hechte beißen, erklärt er mit einfachen Worten. „Es ist leichter sie jetzt zu finden. Zumeist stehen sie im tieferen Wasser, wenn es richtig kalt wird. Denn da wird es nie kälter als vier Grad.

Mit den entsprechenden Ködern kann man deshalb gezielt auf die großen Räuber los“, sagt Hübner. Er selbst angelt gern mit einer 45 Zentimeter langen Aal-Imitation. Oder einem weißfischartigen Gummiköder mit grünem Schwanz. „Da habe ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht“, lässt der 30-Jährige ein paar seiner Tricks aus der Kiste. Zum Geschirr gehören allerdings auch zwei Ruten mit Rollen und Montagen, die einen Wert von 1000 Euro übersteigen. Eine 2,60 Meter lange Rute mit 280 Gramm Wurfgewicht, die aus einem Stück ist. Eine Multirolle, geflochtene Schnur, ein Vorfach aus Fluorcarbon und dann die wertvollen Kunstköder. „Allein diese Bestückung beläuft sich um die 800 Euro“, bestätigt Helge Hübner. Der Erfolg gibt dem Lindenstädter allerdings recht. In dieser Saison hat er bereits wieder Hechte von mehr als 1,20 Meter gefangen. Allein in den vergangenen Tagen mehrere Exemplare über 90 Zentimeter innerhalb einer Viertelstunde und zusätzlich die schönen Fische von 1,03 und 1,07 Meter.

Auch wo er seine großen Hechte fängt, verrät Helge Hübner. „Eigentlich ist fast in jedem Gewässer auch ein Hecht drin. Manchmal auch Größere. Aber die Erfolgschancen auf kapitale Fische sind in Seen mit größerer Fläche natürlich auch höher. Ich angle viel auf dem Schaalsee, auf dem Schweriner See oder an den Bodden der Ostsee. Natürlich vom Boot aus“, so Hübner. Dabei befindet er sich zum Teil in bester und prominenter Gesellschaft.

„Im Herbst kommen viele Schweden an die Bodden und sind auf der Jagd nach kapitalen Hechten. Selbst der schwedische Fußballstar Zlatan Ibrahimovic hat hier im letzten Jahr einen großen Hecht gefangen“, weiß Experte Hübner. Er selbst freut sich schon auf den Februar - da kommt die nächste heiße Hechtphase.

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