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Horst : Nach Schuss bei Flüchtlingsheim: Kritik an Informationspanne

vom
Aus der Onlineredaktion

Verschwiegenheit der Polizei in der Kritik

von
erstellt am 10.Nov.2017 | 20:45 Uhr

Nach dem Warnschuss bei der Festnahme eines 29-jährigen Asylbewerbers im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist die Informationspolitik in die Kritik geraten. Die Polizei hatte die Öffentlichkeit von sich aus nicht über den Vorfall informiert. Das Polizeipräsidium in Rostock hatte entschieden, die Informationen zurückzuhalten. Erst durch einen Beitrag unserer Zeitung waren die Festnahme und der Warnschuss in der Nähe der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Horst bei Boizenburg bekannt geworden.

Auch das Innenministerium übte Kritik. Er teile die Entscheidung des Polizeipräsidiums nicht, sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Freitag, aber er akzeptiere sie letztlich.

Zur Informationssperre habe man sich entschlossen, weil der Mann unter psychischen Problemen gelitten habe, hieß es. Gegen den Mann wird wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Widerstands ermittelt. Die AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern erhob wegen der Informationspolitik Vorwürfe gegen die Behörden. „Die Bürger haben ein berechtigtes Interesse daran, informiert zu werden“, sagte der Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer.

Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 29-jährigen Asylbewerber aus Marokko. Er soll in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Horst eine Frau mit einem Messer bedroht haben. Daraufhin seien zwei Wachmänner der Frau zu Hilfe geeilt. Kurz danach sei der Mann auf einen der Wachmänner losgegangen. Dabei hatte er ein Küchenmesser mit einer gut 20 Zentimeter langen Klinge in der Hand. Die Wachmänner alarmierten die Polizei.

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