Kriminalität von Zuwanderern in MV : Plus von 25 Prozent, Caffier fordert Abschiebungen

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Mecklenburg-Vorpommern ist sicherer geworden. 110.300 Straftaten registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, das ist ein Rückgang der Kriminalität gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Prozent.

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10. April 2018, 19:24 Uhr

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) äußerte sich bei der Präsentation der Kriminalitätsstatistik für 2017 und forderte Abschiebungen nach Syrien.

Zugenommen hat allerdings im vergangenen Jahr die Kriminalität von Zuwanderern, dazu zählt die Polizei  Asybewerber, Asylberechtigte, Menschen mit Flüchtlingstatus oder mit Duldung. 4500 Straftaten wurden dieser Personengruppe 2017 zugerechnet – ein Plus  von 25 Prozent gegenüber 2016. Aufenthaltsrechtliche Verstöße  wurden in diese Statistik nicht aufgenommen.  „Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen“, stellte Innenminister Caffier fest. Mit 63 Prozent ist ein besonders hoher Anstieg bei gefährlichen und schweren Körperverletzungen zu verzeichnen. 380 Prügeleien mit Zuwanderern  als Tatverdächtige wurden 2017 im Land registriert. Schwerpunkte waren Schwerin und Rostock. „Auch wenn wir aus dem polizeilichen Alltag wissen, dass sich viele Rohheitsdelikte gegen andere Zuwanderer richten, eine Straftat bleibt eine Straftat“, so Caffier.

Er sprach sich in dem Zusammenhang dafür aus, dass Straftäter weiterhin  in die Krisenregion Afghanistan abgeschoben werden. „Und es wird sogar Zeit, dass wir die ersten Schwerstkriminellen auch nach Syrien abschieben“, sagte der Minister. Der Abschiebestopp für Syrien werde von manchem Zuwanderer als Einladung für gesetzwidriges Verhalten interpretiert. Unter den 2900 Zuwanderern die 2017 als Tatverdächtige ermittelt wurden, waren 1260 Syrer.

Auch die Zahl der Zuwanderer wuchs 2017. Laut Innenministerium stellten 3950 Menschen im vergangenen Jahr einen Asylantrag im Nordosten.

Zugenommen hat auch die Zahl der registrierten Sexualdelikte aus dieser Personengruppe von  40 auf 76 Fälle. Allerdings schlägt sich hier eine Strafrechtsverschärfung nieder. Seit 2017 werden sexuelle Belästigungen als Sexualstraftaten und nicht mehr nur als Beleidigungen gezählt.

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