Pressefest : Noch einmal das Tanzbein schwingen?

Hubert und Bärbel Nelle schwelgen in Erinnerungen an die damaligen Pressefeste
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Hubert und Bärbel Nelle schwelgen in Erinnerungen an die damaligen Pressefeste

Hubert Nelle trat in den 1950ern als Tänzer beim Pressefest auf. Am 22. April lassen wir die Kultveranstaltung wieder aufleben

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14. Februar 2018, 11:06 Uhr

„Das waren herrliche Zeiten“ schwärmt Hubert Nelle aus Schwerin. Der heute 79-Jährige denkt mit großer Freude an die Pressefeste unserer Zeitung in den 1950er-Jahren zurück. Als junger Mann war er bei dem Spektakel auf dem Alten Garten und in der Innenstadt dabei – nicht nur als Besucher, sondern vor allem als angesehener Tänzer der „Volkstanzgruppe der Deutschen Post“.

Die Bühne auf dem Alten Garten oder die Freilichtbühne brachten die Tänzer etwa mit dem Fischertanz, dem Küssertanz oder einer Polka zum Beben. „Es ist kaum vorstellbar, was wir damals für einen Applaus bekamen“, erinnert sich Nelle zurück. Die Masse habe getobt. Gänsehautgefühl pur.

Damals wie heute an seiner Seite seine Frau Bärbel. Sie selbst hat zwar nicht getanzt, war aber mitverantwortlich für die Kostüme der Gruppe. Auf die tänzerische Leistung ihres Mannes ist sie nach wie vor sehr stolz. Mit der Volkstanzgruppe habe er es bis zum DDR-Ausscheid geschafft, erinnert sie sich zurück. Und für eine Saison durfte er sogar am Staatstheater in Schwerin tanzen – als Sklavenaufseher in Borodins Oper „Fürst Igor“. Das war 1958 oder 1959, so die heute 79-Jährige.

Anfang der 60er-Jahre war es für Hubert Nelle dann mit dem Tanzen vorbei. Beruflich ging es für ihn nach Berlin. Er habe dort zwar versucht, in einer anderen Volkstanzgruppe weiterzumachen. Aber „das war nicht dasselbe wie bei unserer Truppe in Schwerin.“

Was bleibt sind die Erinnerungen und die Fotos aus dieser Zeit, die Ehefrau Bärbel sorgfältig in einem dicken Album aufbewahrt. Und natürlich die Freude auf ein neues Pressefest. Am 22. April wollen wir, gemeinsam mit all unseren Lesern, die Kultveranstaltung auf dem Schweriner Bertha-Klingenberg-Platz wieder aufleben lassen. Bärbel und Herbert Nelle wollen dann unbedingt wieder dabei sein. „Wir freuen uns schon riesig darauf“, sagt er. Und wer weiß, vielleicht werden sie noch einmal das Tanzbein schwingen.

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