Bund beklagt : Rückgang des Schilfgürtels im Schweriner Außensee

Blick von Raben Steinfeld auf Schwerin
Blick von Raben Steinfeld auf Schwerin

Am Schweriner Außensee als einem der größten Seen in Mecklenburg-Vorpommern geht einer Untersuchung zufolge der Schilfbestand spürbar zurück.

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27. September 2018, 13:54 Uhr

Das Röhricht sei in den vergangenen sechs Jahrzehnten um 30 bis 80 Prozent zurückgegangen und der Rückgang gehe weiter, teilte die Umweltorganisation BUND am Donnerstag in Schwerin unter Berufung auf eine Studie im eigenen Auftrag mit.

In einigen Bereichen seien sogar erhebliche Landverluste festgestellt werden - das betreffe vor allem die Moorufer am Ramper Moor und am Paulsdamm. Nur im Naturschutzgebiet Döpe und bei Retgendorf habe es ganz leichte Zunahmen gegeben.

"Drastischer Rückgang"

Die Röhrichtbestände werden dem BUND zufolge immer lichter, das Schilf sterbe ab. «Die Untersuchung zeigt einen drastischen Rückgang des Röhrichts von 1953 bis 2017 auf», erklärte Helge Luthe vom Planungsbüro Mordhorst-Bretschneider (Nortorf, Schleswig-Holstein).

Von einst 177 Hektar Wasserröhricht seien nur noch 31 Hektar vorhanden. Statt 50 bis 200 Meter seien die Schilfgürtel jetzt oft weniger als 25 Meter breit. Dadurch würden Lebensräume für die Vogelbrut und -rast am See immer weniger. Betroffen seien neben Haubentaucher auch Schellente, Rohrdommel, Reiherente, Tafelente oder Kolbenente.

Als mögliche Ursachen für den Röhrichtrückgang sehen die Experten Verbisschäden durch Nutria und Wildgänse, Fadenalgenmatten durch zu viele Nährstoffe sowie zu viele Schneisen im Schilf für den Wassersport.

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