Landtag Mecklenburg-Vorpommern : Wie lief der Schulstart?

Laut Bildungsministerin Birgit Hesse wurden zum neuen Schuljahr 674 neue Lehrkräfte eingestellt.
Laut Bildungsministerin Birgit Hesse wurden zum neuen Schuljahr 674 neue Lehrkräfte eingestellt.

Die Schulpolitik ist immer für einen Streit gut. Im Landtag ging es jetzt um die Frage, wie das Schuljahr begonnen hat. Dazu gibt unterschiedliche Meinungen.

nnn.de von
12. September 2018, 20:45 Uhr

Die ersten Wochen des neuen Schuljahrs sind nach Einschätzung von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) zufriedenstellend verlaufen. Sicher gebe es an der einen oder anderen Schule Nachbesserungsbedarf, insgesamt sei der Start aber gut gewesen, sagte sie in einer Aktuellen Stunde. Der Unterricht nach der Kontingentstundentafel sei von Beginn des Schuljahres an abgesichert gewesen.

Hesse verteidigte sich damit gegen Kritik aus der Opposition wegen Unterrichtsausfällen und eines hohen Anteils sogenannter Seiteneinsteigern unter den neu eingestellten Lehrkräften.

Hesse: 674 neue Lehrkräfte

BMV-Fraktionschef Bernhardt Wildt – seine Fraktion hatte das Thema für die Aktuelle Stunde gesetzt – sprach von zehn Prozent Unterrichtsausfall. Für ihn sei Stillarbeit und die Zusammenlegung von Klassen kein adäquater Unterricht, sagte er.

Nach Worten der Ministerin sind zu Beginn des Schuljahrs und in den Wochen danach 674 Lehrkräfte an den staatlichen Schulen in MV neu eingestellt worden. Davon seien 213 Seiteneinsteiger, also Menschen ohne reguläre Lehrerausbildung.  Knapp ein Drittel Seiteneinsteiger bei den Neueinstellungen sei dem aktuellen Lehrermangel  geschuldet.

Linke: Referendariat für Quereinsteiger

Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Simone Oldenburg, schlug vor, dass Seiteneinsteiger ein 18-monatiges Referendariat absolvieren sollten, wie Absolventen von Lehramtsstudiengängen auch.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Vincent Kokert, verwies auf Verbesserungen für die Lehrer, die zu einem größeren Interesse am Beruf in MV geführt hätten. Die wichtigste Entscheidung sei dabei  die Verbeamtung von Lehrern gewesen.

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