Tiere : Backhaus: Wettbewerb für bienenfreundliche Gemeinden

Bienen-Königin (M) auf einer Wabe mit Bienen. /Archiv
Bienen-Königin (M) auf einer Wabe mit Bienen. /Archiv

Mit einem Wettbewerb «Bienenfreundliche Gemeinde» will Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) die Lebensbedingungen für die wichtigen Insekten im Land verbessern. Bienenfreundliche Pflanzen im Garten, auf Verkehrsinseln und auf Friedhöfen, der richtige Zeitpunkt für den Schnitt und die Anlage von Bienenweiden seien Möglichkeiten, erklärte Backhaus anlässlich einer Versammlung des Landesverbandes der Imker in Mecklenburg-Vorpommern am Samstag in Güstrow. Deshalb wolle er im nächsten Jahr einen Wettbewerb zur bienenfreundlichen Gemeinde ausrufen.

nnn.de von
11. November 2017, 10:47 Uhr

«Lassen Sie uns gemeinsam Inseln für die Bienen schaffen», appellierte Backhaus. Besonders wichtig sei ein durchgehendes sogenanntes Trachtband: Bisher fehle es den Bienen nach einem reichlichen Angebot im Frühjahr mit Obst- und Rapsblüte vor allem im Spätsommer an Nahrungsquellen. Dies aber sei die wichtigste Zeit für ein Bienenvolk. Es komme aber auch auf die richtigen Pflanzen an. Derzeit würden viele Bienen durch den blühenden Zwischenfruchtanbau im Herbst irritiert, so Backhaus.

Die Gründe für den dramatischen Insektenschwund in Deutschland seien nicht eindeutig geklärt, erklärte Backhaus weiter. Der Einfluss von Klimafaktoren, landwirtschaftlicher Nutzung und bestimmten Lebensraumfaktoren stünden im Raum. Deshalb sei es wichtig, dass jeder seinen Beitrag zur Verbesserung der Nahrungsgrundlagen und den Erhalt der Bienen leistet. «Wenn wir Gutes für die Bienen tun, geht es auch allen anderen Insekten gut.»

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