Prozesse : Doppelmordversuch mit Dönermesser: Urteil rechtskräftig

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. /Archiv
Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. /Archiv

Für eine blutige Messerattacke auf zwei Menschen in Neubrandenburg muss der Täter für neun Jahre in Haft. Wie das Landgericht Neubrandenburg am Freitag mitteilte, hat der Bundesgerichtshof die Revision der Verteidigung abgewiesen. Damit sei das Urteil wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung rechtskräftig. Der 29-jährige Asylbewerber aus der Türkei hatte vor Gericht zugegeben, seinen 31 Jahre alten Landsmann, den er als Nebenbuhler sah, und seine deutsche Ex-Freundin aus Eifersucht niedergestochen zu haben. Beide wurden schwer verletzt, überlebten aber.

nnn.de von
24. Mai 2019, 12:26 Uhr

Die Tat geschah vor vielen Zeugen am 18. Mai 2018 - dem Freitag vor Pfingsten - an einem Dönerstand am Rathaus Neubrandenburg. Tatwaffe war ein Dönermesser mit einer knapp 20 Zentimeter langen Klinge. «Sie können Gott danken, dass die Geschädigten am Leben geblieben sind», hatte Richter Jochen Unterlöhner im Oktober 2018 das Urteil begründet. Der 29-Jährige habe in seinem kulturell geprägten Denken aus der Heimat einen Nebenbuhler beseitigen wollen, obwohl die Beiden gar keine engere Beziehung hatten.

zur Startseite

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen