Bildung : Einheitliche Standards: Weniger Kinder mit Förderbedarf

Seit der Einführung landesweit einheitlicher Kriterien für die Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf bei Schülern sinkt die Zahl der betroffenen Kinder. So wurde im Schuljahr 2017/18 bei 751 Mädchen und Jungen ein solcher Förderbedarf wegen Problemen beim Lernen festgestellt, wie das Bildungsministerium in Schwerin am Montag mitteilte. Im Schuljahr 2014/15 seien es noch 814 gewesen. Besonders stark rutschte die die Zahl der Diagnosen im Bereich soziale und emotionale Entwicklung ab, und zwar von 749 auf 560 im gleichen Zeitraum. Im Förderbereich Sprache sank die Zahl der bewilligten Anträge auf sonderpädagogische Förderung von 233 auf 169.

nnn.de von
11. Februar 2019, 16:56 Uhr

Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) wies Kritik zurück, dass Kindern damit eine sonderpädagogische Förderung versagt werde. Es komme vielmehr darauf an, dass jene Schüler besonders unterstützt werden, die es wirklich brauchen. Vor der Einführung landesweiter Standards für die Diagnostik hatte es Kritik gegeben, dass in einigen Teilen des Landes ein höherer Anteil von Kindern sonderpädagogischen Förderbedarf attestiert bekam als anderswo.

Hesse betonte, dass nicht gespart werde, weil weniger Kindern sonderpädagogischer Förderbedarf bescheinigt wird. Seit dem Schuljahr 2014/2015 stünden den Staatlichen Schulämtern als Grundausstattung jährlich 7640 Lehrerwochenstunden für pädagogische, sonderpädagogische und inklusive Maßnahmen zur Verfügung. Diese würden unabhängig von der Schülerzahl bereitgestellt.

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