Unfälle : Flugzeugabsturz bei Heringsdorf mit einem Toten aufgeklärt

Das Handoutfoto der Polizei zeigt die Absturzstelle eines Kleinflugzeugs auf der Insel Usedom. Polizei Neubrandenburg/Archiv
Das Handoutfoto der Polizei zeigt die Absturzstelle eines Kleinflugzeugs auf der Insel Usedom. Polizei Neubrandenburg/Archiv

Der Absturz eines Kleinflugzeugs bei Heringsdorf auf Usedom im Jahr 2016 geht auf menschliches Versagen zurück. Der Hamburger Bauunternehmer Friedrich Münzel habe bei schlechtem Wetter vermutlich kurz vor dem Absturz die Orientierung verloren, heißt es im Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig, der nun veröffentlicht wurde. Der 74-Jährige kam bei dem Absturz ums Leben. Zuvor hatte der «Nordkurier» berichtet.

nnn.de von
15. März 2019, 15:39 Uhr

Münzel war am Vormittag des 19. Dezembers 2016 in Stade (Niedersachsen) gestartet und wollte in Heringsdorf landen. Die Sicht war laut BFU wegen Nebels und tiefhängender Wolken äußerst schlecht, so dass er nur nach Instrumenten hätte fliegen können. Dafür sei Münzel aber nicht ausgebildet gewesen.

Er war der Rekonstruktion zufolge im Nebel an der Landebahn vorbeigeflogen und hatte über einem Waldstück nördlich der Piste Kreise gezogen. So wollte er wieder Sichtkontakt zum Boden bekommen, vermuten die BFU-Ermittler. Dabei touchierte er schließlich mehrere Bäume, bevor das Flugzeug auseinanderbrach und in Flammen aufging. Der Wetterdienst und der Fluglotse in Heringsdorf hatten laut BFU von Flug und Landung abgeraten.

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