Fischerei : Letzte Ausfahrt des Jahres: Seemannsweihnacht in Wismar

Mit Lichterketten geschmückte Schiffe sind am Sonntag in Wismar zur Seemannsweihnacht ausgefahren. Damit knüpft der Förderverein «Poeler Kogge» an eine zeitweilig in Vergessenheit geratene Tradition der Wismarer Fischer an, wie der Kapitän der Poeler Kogge «Wissemara», Peter Samulewitz, sagte. «Die letzte Ausfahrt der Fischer im Jahr war früher eine Art Erntedankfest auf See», erklärte er. Die Fischer bedankten sich damit für den Jahresfang.

nnn.de von
16. Dezember 2018, 16:03 Uhr

Da es heute in Wismar nur noch wenige Fischer gibt, beteiligen sich Samulewitz zufolge in jedem Jahr auch andere Schiffseigner. So stachen neben Fischkuttern die Kogge «Wissemara», Seenotkreuzer, mehrere Fahrgastschiffe, ein Lotsenschiff und private Barkassen und Traditionsschiffe in See. Die «Wissemara» ist der Nachbau einer Hanse-Kogge aus dem 14. Jahrhundert, die dem Transport von Massengütern diente.

Die Seemannsweihnacht ist dem Förderverein «Poeler Kogge» zufolge auch ein großes Spektakel für Schaulustige. Für die etwa 6000 Besucher wurde am Thormann-Speicher vor dem Alten Hafen ein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Auf der «Wissemara» lud ein Pastor der Kirchgemeinde St. Nikolai zu einer maritimen Andacht ein und segnete die teilnehmenden Schiffe, ihre Besatzungen und Gäste vor der letzten Ausfahrt. Die Plätze für Mitfahrer seien lange vorher ausgebucht gewesen, sagte Samulewitz. Nach Angaben der Stadtverwaltung Wismar ist die Lichterfahrt und Seemannsweihnacht in Norddeutschland einmalig.

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