Schulen : Linke: Immer mehr Schulleitungsposten vorübergehend besetzt

Simone Oldenburg ist bei einer Landtagssitzung zu sehen. /dpa-Zentralbild/dpa
Simone Oldenburg ist bei einer Landtagssitzung zu sehen. /dpa-Zentralbild/dpa

An immer mehr Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind Leitungsstellen nur kommissarisch besetzt. Für 60 Direktoren- und Stellvertreterposten gebe es derzeit eine vorübergehende Lösung, teilte das Bildungsministerium in Schwerin auf eine Anfrage der Linksfraktion mit. «Damit haben mehr als 10 Prozent der Schulen keine regulär besetzte Schulleitung», erklärte Fraktionschefin Simone Oldenburg. Zuvor hatte NDR 1 Radio MV am Freitag über den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr mit 46 Stellen berichtet.

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15. November 2019, 12:42 Uhr

Nach Angaben des Bildungsministeriums, das die Zahlen Anfang Oktober erfasst hatte, liegt «in einer Reihe von Fällen» bereits mindestens eine Bewerbung auf die jeweils entsprechende Ausschreibung vor. «Diese Auswahlverfahren laufen, sind jedoch noch nicht abgeschlossen», hieß es.

Die verantwortungsvolle Arbeit der Schulleitungen werde von der Landesregierung viel zu wenig anerkannt, kritisierte Oldenburg. «Teilweise verdienen verbeamtete Lehrkräfte an Regionalen Schulen und Gesamtschulen mehr als ihre angestellten Schulleiterinnen und Schulleiter.» Die Funktionsstellen seien schlichtweg unattraktiv, betonte sie. «Niemand will offenbar das Chaos und den Mangel im Schulsystem des Landes verwalten müssen.»

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