Umwelt : Malchin: Heizwerk nutzt Sumpfpflanzen für Wärmeversorgung

In der Kleinstadt Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) werden Sumpfpflanzen wie Schilf seit fünf Jahren für die Wärmeversorgung genutzt. «Wir verarbeiten im Jahr rund 5000 Ballen Heu von solchen Moorpflanzen am Kummerower See», sagte der Leiter der Agrotherm GmbH Malchin, Ludwig Bork, am Dienstag in Malchin. Das Heu liefern Landwirte aus Neukalen und Salem. Damit ist das Heizwerk nach Angaben der Universität Greifswald, die das Moor- und Klimaschutzprojekt mit betreut, das einzige in Deutschland, dass vor allem Schilf verarbeitet.

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17. September 2019, 12:15 Uhr

Die Agrotherm GmbH versorgt so rund 540 Wohnungen, zwei Schulen und mehrere Bürogebäude mit Wärme. Damit ist das Biomasse-Heizwerk mit einer Leistung von 800 Kilowatt im Winter auch ausgelastet, wie Bork sagte. Um Engpässe zu überbrücken, würden zudem im Jahr etwa 1000 Kubikmeter Holzhackschnitzel verbrannt, was etwa zehn Prozent des Brennstoffs ausmache. 

An diesem Mittwoch wollen die Universität und die Betreiber Interessierten auf Führungen zeigen, wie Moore als Wärmelieferant und Kohlenstoffspeicher genutzt werden können.

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