Prozesse : Mehrere Zeugenaussagen im Prozess um Messerattacke im Edeka

Die Statue der Justitia ist zu sehen.  /Archiv
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Die Statue der Justitia ist zu sehen.  /Archiv

Im Prozess um eine tödliche Messerattacke in einer Edeka-Filiale in Hamburg-Barmbek im Sommer 2017 haben am Freitagvormittag erneut mehrere Zeugen ausgesagt. Die Bundesanwaltschaft wirft Ahmad A. Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Sie ist überzeugt, dass die Tat islamistisch motiviert war.

nnn.de von
09. Februar 2018, 13:03 Uhr

Die Richter des Staatsschutzsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts befragten zunächst einen Auszubildenden des Supermarktes. Er gab an, sich auf dem Weg zur Pause befunden zu haben, als er Geräusche gehört habe. «Da hab ich ihn schon auf mich zulaufen sehen - blutverschmiert. Er hat Mordlust ausgestrahlt», gab der 20-Jährige an. Er sei daraufhin voller Angst vor dem Angreifer ins Lager geflohen und habe sich dort eingeschlossen, bis die Polizei gekommen sei.

Auch zwei Verfolger des Angreifers, die nach der Tat als sogenannte «Helden von Barmbek» gefeiert wurden, schilderten ihre Erinnerungen. Sie hatten Ahmad A. davon abgehalten noch mehr Menschen zu verletzen, indem sie ihn mit Stühlen und Steinen bewarfen. Auch wurden drei islamwissenschaftliche Gutachten verlesen, die anhand einer Auswertung des Notizbuches des Angeklagten eine Einschätzung zu seinem Radikalisierungszeitpunkt gaben. Dieser erfolgte demnach bereits im November 2016. Zudem wurde sein Bekannter befragt, der den Angeklagten aus einem Sprachkurs kannte.

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