Migration : Nordkirche unterstützt Sea-Eye mit 20 000 Euro

Pastorin Dietlind Jochims, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, spricht auf einer Pressekonferenz. /Archivbild
Pastorin Dietlind Jochims, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, spricht auf einer Pressekonferenz. /Archivbild

Die Nordkirche unterstützt den Verein Sea-Eye zur Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer mit 20 000 Euro. Das Geld solle für Wartungsarbeiten am Rettungsschiff «Alan Kurdi» verwendet werden, teilte eine Sprecherin der Nordkirche am Freitag in Schwerin mit. Das 1951 in der DDR gebaute ehemalige Forschungsschiff war im vergangenen Herbst von Sea-Eye gekauft und im Februar in Mallorca auf den Namen eines Flüchtlingsjungen getauft worden, der 2015 tot an einem Strand in der Türkei angeschwemmt wurde. Jetzt müsse das 39 Meter lange Schiff, dessen Heimathafen künftig Hamburg sein soll, in einer Werft überholt werden. Die Kosten würden auf rund 300 000 Euro veranschlagt, hieß es.

nnn.de von
24. Mai 2019, 17:27 Uhr

Im April hatte die Besatzung der «Alan Kurdi» 64 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet, durfte sie aber nicht in Malta an Land bringen. Schließlich hatten sich Deutschland, Frankreich, Portugal und Luxemburg bereiterklärt, die Geretteten aufzunehmen. Die Bedingungen für private Seenotretter seien in den vergangenen Wochen zunehmend schwerer geworden, erklärte die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Pastorin Dietlind Jochims. Zudem habe die Europäische Union Ende März ihren Marine-Einsatz «Sophia» beendet. «Es ist unsere Aufgabe als Kirche, in dieser Situation eindeutig und klar zu bleiben: Die Rettung von Menschenleben ist nicht verhandelbar. Wir ziehen uns nicht zurück», betonte Jochims.

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