Theater : Oberbürgermeister Witt: Theater-Fusion ins Stocken geraten

Theater Stralsund, eine Spielstätte des Theater Vorpommern. /Archiv
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Theater Stralsund, eine Spielstätte des Theater Vorpommern. /Archiv

Die geplante Theaterreform im Osten Mecklenburg-Vorpommerns ist nach Ansicht des Neubrandenburger Oberbürgermeisters Silvio Witt (parteilos) ins Stocken geraten. Die kommunalen Gesellschafter seien am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten, und das Land habe sich nicht weiter bewegt, erklärte Witt am Montag. Es sei immer noch nicht genug Geld da. Die Fusion der Theater und Orchester GmbH (TOG) Neubrandenburg/Neustrelitz mit dem Theater Vorpommern (Stralsund/Greifswald) zum «Staatstheater Nordost» mit Landesbeteiligung soll bis Mitte 2018 abgeschlossen sein.  

nnn.de von
11. Dezember 2017, 18:00 Uhr

«Das Land müsste einen geringen siebenstelligen Betrag zuschießen, dann müssten wir darüber nicht mehr reden», sagte Witt. Die Gesellschafter der TOG hatten mehrfach höhere Zuschüsse beschlossen und diskutieren gerade über zusätzliche Gelder für die Neustrelitzer Tanzkompanie, um diese bis 2025 zu retten. Das Tanzensemble wurde bei der Fusion ausgeklammert, soll aber nach dem Willen der Landesregierung bis 2025 mit Millionenhilfe vom Land gestützt werden.

Die Theater sollen aus Kostengründen fusionieren. Von 485 Stellen an vier Standorten sollen 65 bis 2020 wegfallen. Größte Einsparungen werden am traditionsreichen Standort Neustrelitz befürchtet, wogegen es seit Jahren Widerstand gibt. Zuletzt hatten Gewerkschaften Verhandlungen über einen Tarifvertrag für das neue Staatstheater abgebrochen.

Theater und Orchester GmbH

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