Kommunen : «Sparfuchs» Neubrandenburg: Hälfte der Altschulden abgebaut

Das Rathaus in Neubrandenburg. /Archivbild
Das Rathaus in Neubrandenburg. /Archivbild

Mecklenburg-Vorpommerns drittgrößte Stadt - Neubrandenburg - hat in einer Wahlperiode mehr als die Hälfte ihrer Altschulden von 93 Millionen Euro abgebaut. Wie Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) am Donnerstag vor Stadtvertretern sagte, stehe die Stadt derzeit bei knapp 44 Millionen Euro Schulden. Der Abbau sei der wirtschaftlichen Stärke der Firmen, dem strikten Sparkurs seit 2016 und der Hilfe des Landes zu verdanken. Die 65 000-Einwohner-Stadt hatte wegen der Altschulden - wie andere Städte und Kreise auch - eine Konsolidierungsvereinbarung zum Haushalt mit dem Land geschlossen.

nnn.de von
16. Mai 2019, 17:24 Uhr

Werden Sparziele eingehalten, gibt das Land 27 Millionen Euro Hilfe in Etappen. So sollen alle Schulden bis spätestens 2027 abgebaut sein. Dann kann die Kreisstadt der Seenplatte wieder frei über ihren Haushalt verfügen und investieren.

Neubrandenburg hatte 1990 mehr als 90 000 Bewohner. Bis 2016 sank die Zahl auf nur noch 63 000. Seither geht es wieder bergauf, vor allem dank Zuzügen und gestiegener Geburtenzahlen. Ziel sei es, bis 2030 wieder auf 70 000 Einwohner zu wachsen, sagte Witt. So sei Wohnungsbau in vielen Formen geplant, auch um Rückkehrer und Fachkräfte unterzubringen. Die Stadt ist Sitz mehrerer weltweit agierender Firmen, wie dem Standheizungsbauer Webasto und dem Schneidemaschinenhersteller Weber Maschinenbau.

zur Startseite

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen