Kriminalität : Tot gefundenes Baby hat nach Geburt noch gelebt: Haftbefehl

 
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Ein lebloses Baby wird am Samstag in Rostock gefunden. Nach der Obduktion ist klar: Das Mädchen lebte nach der Geburt. Gegen die Mutter wurde nun Haftbefehl wegen Totschlagverdachts erlassen. Es gibt aber viele Rätsel.

nnn.de von
27. Mai 2019, 16:57 Uhr

Das Amtsgericht Rostock hat Haftbefehl gegen die Mutter des tot in Rostock-Lichtenhagen gefundenen Säuglings erlassen. Gegen die 26 Jahre alte Frau bestehe der dringende Verdacht des Totschlags, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, Harald Nowack, am Montag. Wie die Obduktion ergeben hatte, hat das kleine Mädchen nach der Geburt noch gelebt. Die Todesursache und die weiteren Umstände von Geburt und dem Geschehen danach seien aber noch unklar.

Die 26-Jährige habe noch nicht befragt werden können. Sie war zunächst in eine Klinik gebracht worden, wo sie medizinisch versorgt wurde. Das Amtsgericht setzte den Haftbefehl im Anschluss «außer Vollzug» und erteilte der Frau strenge Meldeauflagen. «Die Gesamtumstände sprechen dafür, das so zu handhaben», erklärte Nowack. Damit sei das Gericht auch einem Wunsch der Frau entgegengekommen, die sich in eine psychiatrische Einrichtung begeben wollte.

Eine Passantin hatte das leblose Baby am Samstag an einer Straße im Nordwesten Rostocks gefunden. Am Sonntag wurde aufgrund von Ermittlungen und Zeugenaussagen die 26 Jahre alte Verdächtige aus Rostock festgenommen, deren Eltern in dem Stadtteil wohnen sollen. Die 26-Jährige soll das Kind nicht lange vor dem Fund geboren haben. «Der eigentliche Geburtsort, die persönlichen Verhältnisse der Frau und weitere Umstände sind aber noch nicht geklärt», sagte Nowack. Unweit des Fundortes haben Anwohner Kerzen und Plüschtiere aufgestellt.

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