Unternehmen : VW-Vorstand Werner: Karriere für Ostdeutsche im Osten schwer

VW-Vorstand Hiltrud Werner. /Archivbild
VW-Vorstand Hiltrud Werner. /Archivbild

Drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall ist es für VW-Vorstand Hiltrud Werner nicht hinnehmbar, dass Ostdeutsche im Osten nur schwer Karriere machen können. «Rund achtzig Prozent der Leitungsfunktionen werden dort von Westdeutschen besetzt», sagte die 52-Jährige den Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch). Sie wünsche sich ein umgedrehtes Verhältnis.

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11. September 2019, 06:27 Uhr

Die Spitzenmanagerin wurde in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und machte in Thüringen eine Ausbildung zur Textiltechnikerin. Seit 2017 ist sie im VW-Vorstand für das Ressort Recht und Integrität verantwortlich. Werner ist eine von nur vier Ostdeutschen unter den rund 200 Vorständen der Dax-Konzerne.

Mit Blick auf die Zeit nach der friedlichen Revolution sagte sie: «Viele im Osten haben daran geglaubt, dass es ihnen in fünf Jahren besser geht. Doch das war nur bei wenigen der Fall, die Geduld und Leidensfähigkeit haben sich oft nicht gelohnt.» Die Politik habe auch in den vergangenen zehn Jahren zu wenig zugehört hat, was im Osten schiefgelaufen ist.

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