Schulen : Weniger Lehrer in Teilzeit als im Westen

Birgit Hesse (SPD) ist zu sehen. /Archiv
Birgit Hesse (SPD) ist zu sehen. /Archiv

Gut ein Drittel aller Lehrer an den allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet Teilzeit. Im Schuljahr 2017/18 hatten 35,4 Prozent der Pädagogen ihre Arbeitszeit reduziert, wie aus Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervorgeht. Bundesweit waren es demnach 38,1 Prozent, in Bayern sogar 40,2 Prozent und in Baden-Württemberg 45 Prozent. Im Osten ist die Lehrer-Teilzeit geringer ausgeprägt als im Westen: Nur 19 Prozent betrug der Anteil in Sachsen-Anhalt, in Brandenburg 24,2 Prozent und in Thüringen 26,5 Prozent.

nnn.de von
12. Februar 2019, 16:54 Uhr

Teilzeit sei nichts Schlechtes, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am Dienstag in Schwerin. «Teilzeit hat immer auch individuelle Gründe.» Es sei auch nicht überraschend, dass die Zahlen so sind wie sie sind, weil das Durchschnittsalter der Lehrkräfte im Nordosten bei 50 Jahren liege.

Die Linke warf Hesse vor, Lehrkräfte mit zunehmendem Alter aus dem Dienst zu vergraulen. Vorrangig Lehrer zwischen 50 und 65 Jahren seien nicht vollbeschäftigt, sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Simone Oldenburg. «Gründe sind unter anderem die hohe Belastung im Schulalltag und die fehlende Entlastung im Alter.» Das Bildungsministerium müsse die Arbeitsbedingungen «dringend» verbessern.

Ministerin Hesse wies die Kritik zurück. Es gebe bereits Entlastungen für ältere Lehrer, betonte sie. So müssten Pädagogen ab 57 Jahren eine Stunde weniger unterrichten, ab 60 Jahren seien es zwei Stunden weniger.

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