Altentreptow: Erschreckende Ergebnisse bei Lkw-Kontrollen

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21. Februar 2019, 10:04 Uhr

Beamte der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow haben zahlreiche Verstöße bei ihren LKW-Kontrollen festgestellt. Die kontrollierten Fahrzeuge stellten eine erhebliche Gefahr für den öffentlichen Straßenverkehr dar, so dass die Weiterfahrt untersagt werden musste.

Am 19. Februar gegen 11:20 Uhr haben die Beamten auf dem Parkplatz Brohmer Berge auf der BAB20 einen polnischen Sattelzug angehalten, um diesen zu kontrollieren. Bei der Kontrolle haben die Beamten Hinweise auf mögliche Manipulationen an der Abgasreinigungsanlage festgestellt. Für die genaue Beweisaufnahme und Beweissicherung wurde der Sattelzug in eine Werkstatt gebracht. Dort konnten die Beamten die vollständige Manipulationseinheit auffinden und sicherstellen. Gegen den 55-jährigen polnischen Fahrzeugführer wurde eine Strafanzeige wegen Betruges erstattet. Die Beamten untersagten dem Fahrer die Weiterfahrt und haben die EU Betriebserlaubnis für die Sattelzugmaschine gelöscht. Des Weiteren haben die Beamten Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, die Straßenverkehrszulassung, die Fahrzeugzulassungsverordnung und das Fahrpersonalgesetz festgestellt. Auch gegen den polnischen Chef des 55-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Betruges und der Verstöße gegen die oben genannten Verordnungen eingeleitet.

Am Nachmittag des 20. Februar kontrollierten die Beamten Am Bahndamm in Neustrelitz einen Sattelzug, welcher mit Holzstämmen beladen war. Hierbei kam wieder die Brückenwaage der Autobahnpolizei zum Einsatz. Dabei machten die Beamten eine erschreckende Feststellung. Bei erlaubten 40.000 kg wurden 51.420 kg gemessen. Das ist ein vorwerfbarer Wert nach Abzug der Toleranz von 50.820 kg und bedeutet eine Überschreitung von 27%. Die Beamten haben dem 41-jährigen Fahrer die Weiterfahrt untersagt. Es wurde eine Umladung der Holzstämme vor Ort angeordnet. Zudem erwartet den Fahrer ein Bußgeld von 285 Euro sowie ein Punkt und den Fahrzeughalter ein Bußgeld von 425 Euro und ein Punkt. Weiterhin stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug 3m-Überlänge hatte. Hier wäre eine Genehmigung gemäß der Straßenverkehrszulassungs- und der Straßenverkehrsordnung erforderlich gewesen.

Nach Aussage der Beamten der Autobahnpolizei haben sie eine Feststellung in der Größe - Überschreitung um 27% - sehr selten. Zum Glück fügen sie hinzu. Fahrzeughalter und Fahrzeugführer sehen "nur" ihren Auftrag und die zu sparenden Kosten, vergessen aber die Gefahr, die damit für sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr besteht. Die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow werden weiter Kontrollen durchführen, um für die Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen.

Erstmeldung vom 19.02.2019: Die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers (AVPR) Altentreptow (AVPR) unterstützten am 18.02.2019 das Bundesamt für Güterverkehr. Gemeinsam wurde auf dem Rastplatz "Vier Tore Stadt Ost" auf der BAB20 eine Kontrolle durchgeführt. Dabei wurde ein polnisches Sattelkraftfahrzeug, welches mit Holzstämmen für ein Sägewerk vollbeladen war, einer gründlichen Kontrolle unterzogen. Hierbei kam auch die Radlastwaage des AVPR Altentreptow zum Einsatz.

Die Beamten diagnostizierten bei der Sattelzugmaschine eine Überladung um 10,5 %. Ab 10% Überladung spricht man von einer erheblichen Überladung, so dass der Fahrzeugführer zur Umladung vor Ort verpflichtet wird. Bei der genaueren Kontrolle stellten die Beamten zudem an einem Rad des Sattelaufliegers drei abgebrochene Radbolzen und einen mehrfach gebrochenen Rahmen fest. Die zur Ladungssicherung erforderlichen Rungen waren zudem fast alle lose.

Demzufolge wurde eine Umladung der Holzstämme angeordnet. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt ausdrücklich untersagt. Es werden mehrere Bußgelder in hohem dreistelligen Betrag fällig.

Zum Glück wurde diese Sattelzugmaschine aus dem Verkehr gezogen. Mit abgebrochenen Radbolzen, gebrochenem Rahmen und völlig überladen war der Sattelzug eine Gefahr im Straßenverkehr. In diesem Zusammenhang bittet die Bevölkerung darum, aufmerksam zu sein. Die Beamten können nicht überall sein. Wenn Sie auffällige Fahrzeuge oder Fahrzeugführer mit auffälliger Fahrweise sehen, informieren Sie uns bitte unter 110.

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