Schwerin: Mehr Einbrüche in Bootshäuser

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18. Januar 2021, 12:57 Uhr

Die geringen Wasserstände in den Seen Mecklenburg-Vorpommerns haben nach Polizeiangaben im Jahr 2020 der sogenannten Bootskriminalität Vorschub geleistet. Diebe hätten so leichter Zugang zu Bootshaus-Anlagen erlangt, teilten Landeskriminalamt und Wasserschutzpolizei am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Zahl der landesweit registrierten Fälle habe sich von 159 im Jahr 2019 auf 172 erhöht.

Wie im Vorjahr handelte es sich bei etwa jedem vierten Delikt um gestohlene Boote (43). Die Zahl der entwendeten Bootsmotoren sank von 124 auf 79. Der Diebstahl von Bootszubehör aus Bootshäusern nahm hingegen im umgekehrten Verhältnis von 80 auf 122 Fälle zu. Laut Landeskriminalamt kann ein Ermittlungsfall mehrere Delikte umfassen.

Den mit der Bootskriminalität einhergehenden Schaden bezifferte die Polizei für das Vorjahr mit 808 000 Euro, etwa 67 000 Euro mehr als 2019. Bei Einbrüchen in Bootsschuppen sei der Sachschaden oft höher ausgefallen als der Diebstahlsschaden.

Laut Polizei ereigneten sich die meisten Fälle in den Sommermonaten Juli (27), August (24) und September (19). Doch auch außerhalb der Saison seien die Täter aktiv, wie etwa im Dezember, als 17 Fälle verzeichnet wurden. Die Behörden mahnten Bootsbesitzer, ihr Eigentum gut zu sichern und so Straftaten vorzubeugen.

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