Ueckermünde: Ermittlungen zu zwei Großbränden eingestellt

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25. Mai 2020, 14:33 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat ihre Ermittlungen zu zwei Großbränden innerhalb weniger Monate in Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald) eingestellt. Wie ein Sprecher der Behörde in Neubrandenburg am Montag erklärte, betrifft das einen Wohnhausbrand vom 13. Juli 2019 sowie das Feuer in einer Fertigteilhaus-Firma am 31. Januar. In beiden Fällen war niemand verletzt worden, aber die Schäden wurden jeweils auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt.

Bei dem Mehrfamilienhaus hatten 80 Bewohner flüchten müssen. Dort war das Feuer im Dachstuhl des Wohnblocks ausgebrochen. Ein Gutachter fand mehrere Brandausbruchstellen in dem über Treppen begehbaren Dachgeschoss, das völlig zerstört wurde. Trotz etlicher Hinweise sei kein Tatverdächtiger für den als "schwere Brandstiftung" eingestuften Fall gefunden worden, hieß es.

Den Großbrand im Januar hatte ebenfalls ein Gutachter untersucht. Hier komme entweder ein technischer Defekt oder eine heißgelaufene Maschine in Betracht, erläuterte die Staatsanwaltschaft. der Verdacht der Brandstiftung habe sich nicht bestätigt.

Ungeachtet der Ermittlungseinstellungen gibt es aber auch positive Nachrichten, hieß es von den betroffenen Firmen. Das Wohnhaus mit 40 Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft eG, das immer noch ein Notdach hat, soll noch in diesem Jahr erneuert werden.

Auch die Holzbau-Firma wird ihre betroffenen Produktionsstätten wieder aufbauen, wie ein Sprecher von Hoko Ueckermünde erklärte. Die Versicherung habe bereits ihr Einverständnis gegeben. Der Brand hatte zwei Hallen der Fertigteilhaus-Firma zerstört und einen Monat Produktionsstillstand verursacht.

Seither arbeiteten die 20 Beschäftigten wieder. Man habe auf andere Hallen ausweichen können. Erst am Montag hatte wieder ein neues Haus die Firma verlassen: Es werde in Altwarp am Stettiner Haff aufgestellt.

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