Titelkämpfe in Sotschi : Deutsche Rodler fahren im WM-Sprint hinterher

Tobias Wendl und Tobias Arlt haben bei der ersten Entscheidung der Rodel-Weltmeisterschaft Bronze gewonnen. /AP/dpa
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Tobias Wendl und Tobias Arlt haben bei der ersten Entscheidung der Rodel-Weltmeisterschaft Bronze gewonnen. /AP/dpa

Enttäuschung bei Loch und Taubitz, kleiner Trost für die Doppelsitzer Wendl/Arlt. Zum Auftakt der Rodel-WM gewannen die Russen in Sotschi alle Sprintwettbewerbe. Für Deutschland gab's nur einmal Bronze.

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14. Februar 2020, 14:44 Uhr

Die erfolgsverwöhnten deutschen Rodler sind am ersten Tag der Weltmeisterschaft in Sotschi hinterhergefahren. In den drei Sprintwettbewerben konnten sie sich nur eine Bronzemedaille sichern.

Weltmeister Felix Loch landete in Russland auf einem enttäuschenden 13. Platz, bei den Rodlerinnen musste sich die Gesamtweltcup-Zweite Julia Taubitz mit dem vierten Platz begnügen. Den einzigen Podestplatz belegten die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt, die auf dem dritten Rang landeten.

Bei den Titelkämpfen vor einem Jahr in Winterberg gewannen die deutschen Athleten noch sechs von neun möglichen Medaillen im Sprint. Die stärkste Konkurrenz auf der Olympiabahn von 2014 kam wie erwartet aus dem Land der Gastgeber, die sich in allen drei Wettbewerben den WM-Titel sicherten. «Das war irgendwie ganz schwierig. Eigentlich bin ich gar nicht so schlecht gefahren, aber es läuft halt nicht», meinte Loch.

Auch bei den Frauen, die sich in Winterberg noch die ersten drei Plätze sichern konnten, war die Enttäuschung groß. Julia Taubitz verpasste das Podest zwar nur knapp. «Aber der vierte Platz ist eben doch der erste Verlierer, darum überwiegt natürlich die Enttäuschung. Ich kann mir vorstellen im nächsten Rennen mehr ins Risiko zu gehen», sagte die 23-Jährige, die zuvor in diesem Winter bereits fünf Weltcupsiege feiern konnte. Die beiden WM-Debütantinnen Anna Berreiter aus Berchtesgaden (9.) und Cheyenne Rosenthal aus Winterberg (10.) kamen immerhin noch in die Top-Ten.

Verlass war einmal mehr auf die Doppelsitzer, die zwar auch keinen WM-Titel erringen konnten, aber immerhin gewannen Wendl/Arlt die Bronzemedaille. «Das war ein brutal spannendes und enges Rennen. So gut hat sich ein dritter Platz noch nie angefühlt», meinte Wendl nach dem Gewinn der einzigen Medaille am ersten WM-Tag für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland. Die Titelverteidiger Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) verpassten ebenfalls knapp einen Podestplatz und wurden Vierte. Das Winterberger Duo Robin Geueke/David Gamm kam auf den zwölften Rang.

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