FC Hansa Rostock : 0:1 im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart

Der Rostocker Marco Königs gewinnt den Zweikampf gegen den Stuttgarter Marc-Oliver Kempf und bringt den Ball gefährlich vor das Tor der Gäste.
Der Rostocker Marco Königs gewinnt den Zweikampf gegen den Stuttgarter Marc-Oliver Kempf und bringt den Ball gefährlich vor das Tor der Gäste.

Fußball-Drittligist FC Hansa schied am Montagabend durch ein 0:1 (0:1) gegen den VfB Stuttgart in der 1. Runde aus.

nnn.de von
12. August 2019, 20:19 Uhr

Rostock | Fußball-Drittligist FC Hansa ist am Montagabend vor 24 000 Zuschauern im Ostseestadion bereits zum fünften Mal im DFB-Pokal auf den VfB Stuttgart getroffen.

2017/18 waren die Schwaben noch Siebenter der 1. Bundesliga, 2018/19 jedoch stiegen sie als Sechzehnter ab (in der Relegation am 1. FC Union Berlin gescheitert). Gleichwohl waren sie auch als nunmehr Zweitligist am Montag wieder Favorit. Doch das sind sie ebenso 1992, 1999, 2005 und im vergangenen Jahr gewesen – und schieden dennoch jedesmal aus (2:0 nach Verlängerung, 2:1, 3:2 und 2:0 für Hansa), wobei auch solch bekannte Trainer wie Christoph Daum, Ralf Rangnick oder Giovanni Trapattoni sich an der Festung Ostseestadion die Zähne ausbissen. Nun ist die Serie gerissen.

In einer abgesehen vom Gäste-Block sehr weißen Arena (zurückzuführen auf die T-Shirt-Aktion zu Gunsten der Flutlichtmasten) starteten die Gastgeber im Gegensatz zum 0:1 im Punktspiel in Unterhaching mit Sonnenberg für Straith in der Verteidigung sowie mit Hildebrandt an Stelle von Pepic im Mittelfeld.

Die Weiß-Blauen machten hinten dicht, beschränkten sich jedoch nicht darauf und sorgten für die ersten offensiven Akzente durch Vollmann (4., 8.), der kurz darauf auch für den ersten gefährlichen Abschluss sorgte: VfB-Keeper Bredlow lenkte den Ball weg zur Seite, Königs traf im Nachschuss nur das Außennetz (9.). Dann verzog Ahlschwede aus sehr guter halblinker Position im Strafraum allerdings doch deutlich (13.).

Bei einem sehr ansehnlichen, schnellen Angriff über Hildebrandt und Breier kam die Kugel letztlich nicht bei Königs an (17.).

Cleverer die Süddeutschen: Als die Rostocker noch am Lamentieren waren, führte das Team ganz in Rot einen (korrekten) Eckball rasch aus, Flanke von Didavi auf den früh eingewechselten Al Ghaddioui, Kopfball und 0:1 aus ziemlich heiterem Himmel (19.).

Danach war bis zur Pause nur noch der geradlinige Zug des auffälligen Vollmann über links Richtung Stuttgarter Tor, als er beim Schuss geblockt wurde, erwähnenswert (35.).

Wirklich schade, dass es 1:0 für die Schwaben stand und nicht wenigstens 1:1, denn allzuviel hatten sie nicht dafür investieren müssen. Die Mecklenburger waren in ihren Aktionen einfach zu ungenau. So Breier bei seiner Flanke genau in die Arme von Bredlow (58.). Oder der Sekunden zuvor gerade erst eingewechselte Verhoek: Er erwischte nach einer sehr schönen Flanke von Butzen den Ball nicht voll, so dass dieser am Tor vorbeistrich – das war nach einer Stunde eine richtig fette Möglichkeit!

Doch die Partie hatte jetzt richtig Fahrt aufgenommen, und Hansa mischte voll mit, wollte den Ausgleich. Doch es blieb dabei, es mangelte an der Präzision, wie auch bei der Eingabe von Verhoek, die nicht bis zum eigentlichen Adressaten durchkam (76.). Es war durchaus ein Anrennen, aber ein ungestümes, in dem die letzte Übersicht fehlte. So hätten die Gäste um ein Haar durch Castro alles klar gemacht, aber der nahezu beschäftigungslose Torhüter Kolke war auf dem Posten (81.).

Der FCH drückte. Aber so unübersichtlich auch das Getümmel im Strafraum der Roten war, so sehr auch scheinbar jeden Moment irgendein blaubestrumpftes Bein endlich das 1:1 erzielen musste (85.), es sollte einfach nicht sein. Auch Vollmann wurde im allerletzten Moment geblockt (90.), ein Kopfball von Ramaj flog über die Latte (90.+1).

Rostock: Kolke – Butzen (76. Pepic), Riedel, Sonnenberg (V), Rieble, Ahlschwede – Breier (76. Ramaj), Hildebrandt, Öztürk, Vollmann – Königs (V/59. Verhoek)

Stuttgart: Bredlow – Stenzel (V), Kempf, Badstuber (46. Phillips/V), Sosa (V) – Ascacibar, Mangala (12. Al Ghaddioui/V) – Karazor (V), Didavi, Castro – Mario Gomez (74. Klement)

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 24 000

Tor: 0:1 Al Ghaddhioui (19.)

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