FC Hansa Rostock : Das Problem ist die große Ungewissheit

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Am Dienstag fand vorerst das letzte Training des FC Hansa statt, aufgeteilt in drei Gruppen.
Am Dienstag fand vorerst das letzte Training des FC Hansa statt, aufgeteilt in drei Gruppen.

Der Fußball-Drittligist schickt seine Spieler bis Ende März nach Hause. Wie es dann weitergeht, steht in den Sternen.

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17. März 2020, 20:00 Uhr

Rostock | In drei Gruppen lief am Dienstag der vorerst letzte Trainingstag beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock ab. „Wir haben die Dinge ein bisschen vergrößert, um den Abstand zu wahren“, sagte Trainer Jens Härtel.

Ab sofort haben die Kicker bis Ende März frei. „Für die erste Woche im April gibt es dann individuelle Trainingspläne, und dann schauen wir, wie die Situation ist, und versuchen darauf zu reagieren“, sagte der 50-Jährige. Die Spieler können zwar zu ihren Familien reisen, sollten aber die Risiken minimieren. „Außerdem stehen ja auch noch Gespräche über die aktuelle Situation und mögliche Kurzarbeit an. Da werden die Jungs sicher alleine oder in Gruppen informiert“, erklärte Jens Härtel.

"Wir machen doch keine Ausnahme. Wir allen müssen unseren Beitrag leisten. Es kann ja nicht sein, dass ein Fußballtrainer oder -spieler etwas Besonderes ist." Jens Härtel, Trainer des FC Hansa Rostock


Dass auch er von der Kurzarbeiterregelung betroffen sein wird, findet der Coach völlig in Ordnung. „Wir machen doch keine Ausnahme. Wir allen müssen unseren Beitrag leisten. Es kann ja nicht sein, dass ein Fußballtrainer oder -spieler etwas Besonderes ist“, so Härtel.

Bis zum 30. April ist die Liga zunächst unterbrochen. Wie und ob es dann weitergeht, steht bislang noch in den Sternen. Und diese Ungewissheit ist für den gebürtigen Sachsen auch das große Problem – nicht nur auf den Fußball bezogen: „Wer hätte nach dem Spiel am Montag gegen Braunschweig gedacht, was für Maßnahmen in dieser Heftigkeit auf uns zukommen, die praktisch jeden Tag noch ein Stückchen härter werden. Doch irgendwann muss jeder eine Perspektive zur Normalität haben. Das ist jetzt ein Zustand, mit dem kein Mensch auf Dauer leben kann. Eine Volkswirtschaft wie in Deutschland kann ja nicht zwei Monate komplett ruhen. Ich weiß nicht, wie lange es dauert, um das wieder hochzufahren. Das ist ein Szenario, das ich mir nicht ausmalen möchte. Denn dann reden wir nicht mehr über Fußball, er wäre die unwichtigste Sache überhaupt.“

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