FC Hansa Rostock : Großaspach bleibt der Angstgegner – 0:1

Hansa im Angriff: Der erstmals von Beginn an aufgebotene John Verhoek im Duell mit dem Großaspacher Kai Gehring
Hansa im Angriff: Der erstmals von Beginn an aufgebotene John Verhoek im Duell mit dem Großaspacher Kai Gehring

Auch im sechsten Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach gab es keinen Sieg. Im Gegenteil – eine 0:1-Niederlage.

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17. August 2019, 15:48 Uhr

Rostock | Es war bislang ein Duell fast wie ein „totes Rennen“: Zehnmal hatten sich Rostock und Großaspach vor diesem Sonnabend gegenübergestanden, und sieben dieser Partien endeten unentschieden, davon zuletzt sechs hintereinander, davon wiederum fünf 0:0, vier von diesen torlosen Punkteteilungen zwischen 2017 und 2019 in Folge. Ein einziges Mal hatte Hansa diesen unbequemen Gegner bis dahin besiegen können, und das war auswärts. Die Heimbilanz gegen die SG Sonnenhof, wohlgemerkt vor Sonnabend: fünf Vergleiche, zwei 1:3-Niederlagen, danach die „Steigerung“ auf dreimal 0:0... Und jetzt wieder ein Rückschlag.

Der FCH steht auf einem Abstiegsplatz – und muss am Freitag zum Tabellenführer Ingolstadt...

Personell gab es im Vergleich zum Montag-Spiel im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart (0:1) eine Veränderung in der Start-Elf: John Verhoek stürmte an Stelle von Marco Königs. Der Niederländer ebenso erstmals in einem Punktspiel von Anfang an für die Rostocker aufgestellt wie Innenverteidiger Sven Sonnenberg. Mirnes Pepic hingegen aus disziplinarischen Gründen (NNN berichteten) gar nicht erst im Kader. In der Nordost-Ecke des Ostseestadions war ein Spruchband dieses Inhalts zu lesen: „Pepic Digga Alda Man, deine Pässe kommen auch nicht an“...

Die erste Halbzeit gehörte mit Sicherheit nicht zur Kategorie „Großes Kino“. Hansa-Keeper Markus Kolke hatte nichts zu tun. In der einzigen Szene, in der die Gäste einem Tor allerdings sehr nahe kamen, brauchte er nicht einzugreifen: Hottmann wurde es da gar zu einfach gemacht, im Strafraum aus verheißungsvoller Position zum Abschluss zu kommen, zum Glück jedoch schoss er knapp links am Kasten vorbei (22.).

Ansonsten die Weiß-Blauen die dominante Mannschaft. Sie kam auch zu einigen Möglichkeiten, doch nur zwei von ihnen waren als wirklich torgefährlich zu bezeichnen. Einmal war Verhoek durch, versuchte den Großaspacher Schlussmann Reule mit einem Lupfer zu überwinden, doch der hatte den Braten gerochen (12.). Dann kam auch Nils Butzen nicht an Reule vorbei, nachdem er sich, gut in Szene gesetzt von Pascal Breier, mit einem Haken selbst in eine Top-Ausgangslage gebracht hatte (36.).

Den Hanseaten fehlte es nach wie vor an der Präzision im Passspiel. Zu oft landete die Kugel im Nirgendwo oder gar beim Gegner (Verhoek, Breier, Öztürk). Dennoch hätte der FCH durchaus 1:0 führen können. Relativ dicht dran waren neben Verhoek und Butzen auch Jonas Hildebrandt bei seinem 25-Meter-Freistoß (10./Tor knapp verfehlt) und Sonnenberg per Kopf nach Ecke von Korbinian Vollmann (40./zu kraftlos).

In der zweiten Hälfte setzten zunächst die Schwarz-Roten Akzente. So konnte sich Imbongo von Rieble lösen und schien schon auf und davon, aber Julian Riedel hatte Anteil genommen und konnte so den Großaspacher mit einer beherzten Grätsche noch vom Ball trennen (51.).

Der FCH erst nach knapp einer Stunde wieder mit einem guten Angriff, den Breier abschloss (abgewehrt von Reule), doch mehr als zwei Ecken in Folge sprangen auch hier nicht heraus.

Trainer Jens Härtel brachte mit Königs und Aaron Opoku frische Offensivkräfte, doch die Riesenchance ergab sich plötzlich auf der „falschen“ Seite: Brünker mittig im Strafraum völlig frei – über die Latte (72.)!

Die Rostocker wirkten jetzt gehemmt, ängstlich – und kassierten irgendwie folgerichtig das 0:1, als Rieble einen Schuss von Behounek unhaltbar abfälschte (79.).

Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg, Rieble (V) – Butzen, Hildebrandt, Öztürk, Ahlschwede (81. Ramaj) – Breier, Vollmann (70. Opoku) – Verhoek (62. Königs)

Großaspach: Reule – Bösel, Leist, Gehring, Burger (V) – Hottmann (89. Häusl), Behounek (V), Dem, Jüllich – Imbongo Boele (76. Röttger), Gaines II (46. Brünker)

Schiedsrichter: Winter (Freckenfeld)

Zuschauer: 11 086

Tor: 0:1 Behounek (79.)

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