FC Hansa Rostock : Martin Pieckenhagen will lieber die Zukunft beeinflussen

von 08. Dezember 2021, 18:00 Uhr

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Martin Pieckenhagen (links, hier mit Hansas Vorstandschef Robert Marien) kehrt am Sonntag mit den Rostockern an eine alte Wirkungsstätte zurück. Der heute 50-jährige Sportvorstand stand von 2001 bis 2005 im Tor des Hamburger SV.
Martin Pieckenhagen (links, hier mit Hansas Vorstandschef Robert Marien) kehrt am Sonntag mit den Rostockern an eine alte Wirkungsstätte zurück. Der heute 50-jährige Sportvorstand stand von 2001 bis 2005 im Tor des Hamburger SV.

Der ehemalige Keeper und jetzige Hansa-Manager stand früher im Tor des Hamburger SV. Doch das ist Vergangenheit. Der 50-Jährige konzentriert sich auf die Gegenwart.

Rostock | Wenngleich Martin Pieckenhagen, Sportlicher Leiter des FC Hansa Rostock, in seiner aktiven Karriere von 2001 bis 2005 insgesamt 100 Erstliga-Spiele für den Hamburger SV absolvierte, versucht der 50-Jährige die Bedeutung der Partie herunterzuspielen. „Grundsätzlich bin ich vor jedem Spiel ein Stück weit positiv angespannt. Von daher ist es für uns ein wichtiges Spiel, in dem es um drei Punkte geht. Natürlich habe ich aufgrund meiner Vergangenheit zum HSV eine andere Beziehung als zu Sandhausen“, sagt Martin Pieckenhagen. Weiterlesen: Haris Duljevic ist auf dem Weg zum Stammkraft Nach über 13 Jahren stehen sich der Hamburger SV und der FC Hansa zum Abschluss der Hinrunde mal wieder in einem Pflichtspiel gegenüber. Erstmals dabei in der 2. Bundesliga, denn die bisherigen 24 Duelle wurden ausnahmslos in der 1. Bundesliga ausgetragen. Von den zwölf Auftritten im Volkspark konnte Rostock zwei gewinnen, siegte 1997 und 2001 jeweils mit 1:0. Beide Male dabei war Martin Pieckenhagen. Zuerst im Tor des FC Hansa und vier Jahre später im Kasten des HSV. „Ich bin jetzt nicht so emotional gebunden und habe auch nicht das Gedächtnis, mich an jedes Spiel gegen den HSV erinnern zu können. Prinzipiell waren es immer Nordderbys und spannende Spiele. Allerdings kann man die Vergangenheit nicht mehr beeinflussen, in der Zukunft versuchen wir es halt. Für uns geht es gegen den HSV um drei wichtige Punkte. Wir wollen alles dafür tun, um sie zu holen. Darin unterscheidet sich der HSV nicht von den anderen Gegnern in der Liga“, so der Pieckenhagen, der seit Januar 2019 als Sportlicher Leiter beim FC Hansa in der Verantwortung steht. Nach einem 0:6 gegen den HSV ging Hansa-Trainer Juri Schlünz Auch an einem anderen denkwürdigen Spiel Hansa gegen den HSV war der ehemalige Keeper beteiligt. Nach dem 0:6 im Ostseestadion – neben Pieckenhagen spielten mit Stefan Beinlich (heute Leiter der Hansa-Nachwuchsakademie) und Sergej Barbarez zwei weitere ehemalige Rostocker für Hamburg – trat Juri Schlünz als Hansa-Coach zurück. „Ein 6:0 passiert nicht so häufig, aber es passiert halt. Es tat mir leid für Juri, doch ich lebe, wie schon gesagt, nicht in der Vergangenheit und kann dazu keine 44 Geschichten erzählen. Sicherlich gibt es prägende Ereignisse in einer Karriere, wie zum Beispiel, wenn Olli Kahn dir einen Ball ins Tor faustet. Doch ich habe mehrmals 6:0 gewonnen und auch verloren oder sogar noch höher“, sagt Martin Pieckenhagen. Weiterlesen: Calogero Rizzuto wartet sein 129 Zweitliga-Partien auf einen Treffer Von seiner Mannschaft erwartet der Rostocker, dass „sie das, was sie die ganze Saison einbringt, auch in diesem Spiel schafft. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Möglichkeit haben, Punkte zu holen. Dass wir dafür 100 Prozent abrufen müssen, sollte jedem klar sein. Dennoch hat die Liga gezeigt, dass Jeder gegen Jeden Punkte holen kann. Das ist die Erfahrung, die wir aus der Hinserie der 2. Liga mitnehmen können“", so „Piecke“, der es schade findet, dass die ganz große Kulisse nicht gegeben sein wird: „Es ist schade, dass nur 15 000 Zuschauern dabei sind und viele unserer Fans nicht zum Spiel kommen können.“ Nicht in Ehrfurcht erstarren Den HSV sieht er zwar in der Favoritenrolle, dennoch werde der FC Hansa nicht in Ehrfurcht erstarren. „Wir wissen, dass der HSV ein potenter Verein ist, der wesentlich andere Möglichkeiten hat, als wir. Das wir dort nicht als Favorit hinfahren, ist klar und das wissen wir auch. Dennoch werden wir nicht das Häschen vor der Schlange sein und dort erstarren. Wir werden Gas geben und unsere Möglichkeiten suchen. Und wenn wir sie finden, dann werden wir versuchen, daraus Profit zu schlagen“, sagt Martin Pieckenhagen. Weiterlesen: Mehr Nachrichten zum FC Hansa Rostock ...

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