FC Hansa Rostock : Hanseaten unterliegen FC Carl Zeiss Jena 1:2

Am 33. Spieltag der 3. Fußball-Liga 2018/19 verlor der FC Hansa am Sonnabend gegen den FC Carl Zeiss Jena mit 1:2 (1:1).

nnn.de von
13. April 2019, 15:54 Uhr

Rostock | Die Ausgangslage: Seit dem 12. Dezember 1992 hatte der FC Hansa zu Hause nicht mehr gegen die Thüringer verloren. Sieben Partien in Folge waren die Rostocker vorher ungeschlagen gewesen, während Jena nach zwölf Spielen ohne Sieg zuletzt ein im Kampf gegen den Abstieg überlebenswichtiges 2:1 gegen Energie Cottbus eingefahren hatte.

FCH-Trainer Jens Härtel bot im Vergleich zum vorangegangenen 1:1 bei Fortuna Köln Pascal Breier an Stelle von Marcel Hilßner und, was vielleicht nicht unbedingt zu erwarten war, Guillaume Cros für Lukas Scherff auf.

Und Cros führte sich gleich gut ein mit einer mustergültigen Flanke, die zwar keinen Abnehmer fand, aber zur ersten Ecke führte (3.)., wovon es in der ersten Halbzeit vier für die Weiß-Blauen und lediglich eine für die Gäste gab.

Auch ansonsten die Hausherren mit deutlich mehr Ballbesitz und der allgemeinen Überlegenheit, doch mussten sie erst mal den Rückschlag des 0:1 verkraften: Oliver Hüsing ausnahmsweise mal nicht Sieger im Kopfball-Duell, und das hat gleich Folgen: Der Ex-Rostocker Manfred Starke steht blank, spielt sofort ab zu seinem Kollegen Wolfram, und bumm! drin ist er, wobei hier auch Keeper Ioannis Gelios nicht ganz glücklich aussieht (5.).

Der Rückstand schien die Mecklenburger allerdings nicht groß zu tangieren. Sie gingen sofort wieder zur Tagesordnung über und kamen ebenso einfach wie Jena kurz darauf ebenfalls zu einem Treffer. Von links weit hinüber kommt der Ball geflogen zu Maximilian Ahlschwede, hat der eine Ruhe! hat der eine Übersicht!, und der Nutznießer ist in der Mitte Pascal Breier, der ganz sicher vollstreckt zum 1:1 (9.).

Nach etwa einer halben Stunde lag die Führung für den FC Hansa allmählich in der Luft. Tanju Öztürk ganz stark durch die Mitte auf Cebio Soukou (28.), doch der kriegt die Kugel ebenso wenig richtig kontrolliert wie wenig später Merveille Biankadi nach schöner Vorarbeit von Soukou (34.). Nach der anschließenden Ecke steht auf einmal Öztürk völlig frei schon im Fünf-Meter-Raum der Gäste, doch ist er da wohl zu überrascht und macht das 2:1 nicht (35.).

Bei kaum drei Grad plus und sibirisch kaltem Wind - wenigstens hatte es aufgehört zu regnen - ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

Es blieb spannend, es knisterte, es schien was in der Luft zu liegen, doch Torgefahr kam vorerst hüben wie drüben nicht auf. Einmal war Breier nach gestochenem Pass von Biankadi fast durch, weil er den Ball gekonnt mit in seinen Lauf nahm, aber er wurde noch gestört (58.).

Für die Blau-Gelben war ein Punkt eigentlich zu wenig - würden sie irgendwann mehr Risiko eingehen und sich dadurch für die Rostocker mehr Räume ergeben?

Die Thüringer erarbeiteten sich einige Standards, unter anderem zwei Ecken in kurzer Folge, doch verheißungsvoller war der Konter des FC Hansa mit dem eingewechselten Scherff, der sich energisch durchtankte, letztlich jedoch zu Fall kam (70.).

Allerdings mussten die Gastgeber stets auf der Hut sein, nicht in den Konter zu laufen. Doch genau das taten sie, und zwar in geradezu klassischer Manier, fast lehrbuchreif, musste man fast sagen. Eben noch selbst Julian Riedel mit vorn, die Kogge am Drücker, und dann ging das ganz schnell in die andere Richtung, ausgerechnet Starke schloss ab - 1:2 (76.).

Hansa rannte jetzt an, wollte zumindest noch einen Punkt, kassierte aber fast das 1:3 (Gelios stark gegen Eismann/88.). Letztlich setzte sich Carl Zeiss nicht mal unverdient durch.

FC Hansa: Gelios - Hüsing, Bischoff (V), Riedel - Ahlschwede, Öztürk, Pepic, Cros (46. Scherff, 78. Wannenwetsch) - Soukou, Breier (V/62. Hilßner), Biankadi

Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich)

Zuschauer: 16 087

Tore: 0:1 Wolfram (5.), 1:1 Breier (9.), 1:2 Starke (76.)

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