Hansa Rostock : „Den Umständen entsprechend“

Hofft gegen die alten Kollegen auf eine Rückkehr in die Startelf: Maximilian Ahlschwede.
Hofft gegen die alten Kollegen auf eine Rückkehr in die Startelf: Maximilian Ahlschwede.

Maximilian Ahlschwede spricht über die Stimmung im Team nach der Niederlagenserie und das Duell gegen seinen Ex-Klub.

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27. November 2019, 15:40 Uhr

Rostock | Nach dem freien Dienstag ist die Mannschaft vom FC Hansa Rostock gestern mit zwei Trainingseinheiten voll in die Vorbereitung auf das Spiel am Samstag gegen die Würzburger Kickers eingestiegen. „Es herrschte jetzt keine absolute Katerstimmung, sie war den Umständen entsprechend okay“, beschrieb Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede die Stimmungslage nach nun drei Niederlagen am Stück. „Wir spüren jetzt aber fast schon wieder den Druck, gewinnen zu müssen.“ Schließlich wolle die Mannschaft die gute Ausgangsposition, „die wir uns über Wochen erarbeitet haben, nicht wieder her geben.“

Doch dazu ist es bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und nur noch Platz 10 in der Tabelle fast schon zu spät. Dementsprechend zog sich auch die Aufarbeitung der 0:2-Niederlage in Kaiserslautern länger länger als sonst. „Es waren ja auch ein paar mehr Fehler im Spiel gewesen“, so Ahlschwede, der aber selbst gar nicht zum Einsatz kam. „Es war jetzt aber nicht so, dass dabei einer die Nerven verloren und rumgeschrien hätte. Alles war konstruktiv und mit Sinn und und Verstand.“

"In erster Linie auf uns gucken"

Seit gestern soll das aber alles abgehakt sein, der Fokus liegt nun auf Würzburg – Ahlschwedes Ex-Verein. Nach anderthalb Jahren in Bayern war der 29-Jährige in der vergangenen Winterpause zurück an die Ostsee gewechselt. Viel Kontakt hat er allerdings nicht mehr zu den alten Kollegen. Kickers-Kapitän Sebastian Schuppan ist da eine der Ausnahmen. „Wir hatten nach dem Wochenende noch Kontakt, er hat mir von ihren Spiel berichtet“, so Ahlschwede. „Bei denen läuft es ja ähnlich schlecht wie bei uns.“ Zu Hause unterlagen die Würzburger mit 1:2 gegen Uerdingen, Hansas übernächster Gegner. „Ich weiß, wie der Trainer (Anm. d. Red.: Michael Schiele) damit umgeht. Die werden die Woche auch scharf stellen und intensiv trainieren, um hier möglichst etwas mitzunehmen.“

Und auch wenn die Gegneranalyse ganz sicher im Rostocker Trainingsplan verankert ist und Ahlschwede sicher noch den einen oder anderen Hinweis zu seinen Ex-Kameraden geben kann: „In erster Linie müssen wir gucken, dass unser eigenes Spiel wieder besser wird. Gegen Duisburg hatten wir ja relativ viel richtig gemacht, aber gegen Kaiserslautern ist es uns nicht gelungen, Torgefahr zu entwickeln. Wenn wir gewinnen wollen, brauchen wir Aktionen im letzten Drittel.“

Ahlschwede erzielte Hansas letzte Führung

Gewinnen würde Hansa am liebsten gleich wieder im nächsten Spiel. „Wir müssten mal wieder in Führung gehen, das würde vieles leichter machen“, so Ahlschwede. Er selbst war es, der die Kogge letztmals in Front brachte. Das war mit seinem fulminanten Schuss gegen 1860 München kurz vor der Pause. Das ist allerdings schon wieder vier Spiele her.

Gegen ein erneutes Führungstor, besonders beim Ex-Klub, hätte Ahlschwede sicher auch nichts. Dafür müsste er aber erstmal auf dem Platz stehen. „Mit Nils Butzen und mir haben wir auf der Position zwei Leute, die Anspruch auf die Startelf haben, das war uns vor der Saison schon klar“, so Ahlschwede. „Natürlich habe ich den sportlichen Ehrgeiz zu spielen.“ Gewohnt ist er es aus den letzten Jahren, selten hatte er in Würzburg oder in Rostock ernsthaft um seinen Stammplatz kämpfen müssen. Die neue Situation sei für ihn aber nicht besonders problematisch. „Mal gucken, was der Trainer macht.“

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