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FC Hansa Rostock : Hansa fehlt der letzte Zug zum Tor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker verlieren 0:2 beim 1. FC Magdeburg

Nun hat es auch den FC Hansa Rostock erwischt. Im vierten Auswärtsspiel der Fußball-Drittliga-Saison 2017/18 kassierten die Norddeutschen beim 1. FC Magdeburg ihre erste Pleite in fremdem Stadion, unterlagen vor 20 817 Zuschauern (davon über 2500 Rostocker) mit 0:2 (0:1). Mit weiterhin elf Zählern ist der FCH nun Sechster.

Spielerisch riefen die Ostseestädter eine durchaus ansprechende Leistung ab, nur fehlte ihnen im letzten Drittel der entscheidende Zug zum gegnerischen Tor. Die Gastgeber agierten dagegen deutlich zielstrebiger mit langen Bällen auf ihren „Kalimandscharo*“ Christian Beck und entwickelten deutlich mehr Wucht in ihren Offensivaktionen. „Magdeburg geht gut zum Tor. Sie sehen die Räume und spielen mit langen Bällen da rein, rücken dann nach. Es ist relativ schwer, gegen sie zu spielen“, sagte Hansa-Stürmer Soufian Benyamina.

Zunächst zeigte sich allerdings Keeper Janis Blaswich erneut von seiner besten Seite und verhinderte gegen Björn Rother das 0:1 (17.). Auch Philip Türpitz fand in dem 26-jährigen Schlussmann seinen Meister (39.).

Dazwischen hatten die Gäste eine gute Phase mit viel Ballbesitz und einer guten Chance durch Benyamina. Doch nach einer Hereingabe von Marcel Hilßner brachte der Angreifer nicht genügend Druck hinter seinen Abschluss. „Ich kam ziemlich gerade auf den ersten Pfosten gelaufen und hatte dann Schwierigkeiten, den
Ball über das Standbein zu
drücken“, beschrieb der 27-Jährige die Situation.

Dann wurde es bitter für den FC Hansa, denn kurz vor der Pause wurden die Rostocker gnadenlos ausgekontert. Eine schwache Flanke von Joshua Nadeau wurde abgewehrt, und Magdeburg startete den direkten Gegenzug. Selcuk Alibaz verpasste ein taktisches Foul gegen Michel Niemeyer, der wiederum Türpitz bediente. Diesmal ließ sich einer der Top-Scorer der 3. Liga – jetzt vier Tore und fünf Vorlagen in sieben Partien – die Chance nicht entgehen und vollendete zum 1:0 für den 1. FCM (43.).

Nach der Pause versuchte Hansa zu antworten und hatte auch ein klares optisches Übergewicht, nur zwingende Möglichkeiten brachten die Gäste nicht zustande. Die Hausherren nutzten letztlich einen Distanzschuss im Anschluss an einen Freistoß zur Entscheidung, wobei sich Blaswich bei der Faustabwehr regelwidrig vom Magdeburger Christopher Handtke behindert sah (69.). „Ich habe es als ein Foul empfunden, denn ich war schon irritiert, als er sich in den Körper reindrückt in dem Moment, als ich zum Ball hochgehe. Nach dem Abpfiff kommt dann auch der Gegenspieler zu mir und sagt, dass es ein klares Foulspiel war“, so der Keeper, der anfügte: „Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Teilweise haben wir ganz guten Fußball gespielt, aber wenn man 0:2 verliert, dann ist es einfach auch zu wenig.“

Das Trainer Urteil

Jens Härtel (Magdeburg): Ich denke, dass wir ein leidenschaftliches Derby mit zwei unterschiedlichen Philosophien verdient gewonnen haben. Wir waren in der ersten Hälfte deutlich gefährlicher als Hansa und machten aber zu wenig daraus, gingen dennoch in Führung. Sicher ging uns nach der Pause etwas der Sprit aus, wir schafften aber das 2:0. Danach konzentrierten wir uns darauf, kompakt zu stehen.

Pavel Dotchev (Rostock): Es war schon im Vorfeld klar, dass wir einen sehr guten Tag erwischen müssen, wenn wir aus Magdeburg etwas mitnehmen wollen. Natürlich hatten wir beim Stand von 0:0 eine sehr gute Möglichkeit von Soufian Benyamina. Wenn er das Ding reinmacht, hätte sich das Spiel vielleicht etwas anders entwickeln können. Es ist nach wie vor so, dass uns in der Offensive das Durchsetzungsvermögen fehlt, wir auch nicht die Effektivität haben wie die Spieler von Magdeburg. Das war der Unterschied. Das Schlimmste am 0:1 war der Zeitpunkt kurz vor der Pause, und als ich in der zweiten Hälfte offensiv wechselte, bekamen wir nach einem Standard das 0:2.

 

 

 

 

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